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Die Schlägerei in Amberg hat auch Auswirkungen im Landkreis Ebersberg, sagt Giulia Hillebrand vom Zornedinger Helferkreis.

Drei Fragen an Giulia Hillebrand aus Zorneding

Nach Amberg: Was können die Helfer jetzt machen?

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Vier jugendliche Geflüchtete haben in Amberg auf Passanten eingeschlagen und mehrere verletzt. Damit nimmt die Asyldebatte wieder Fahrt auf. Wir sprachen mit Giulia Hillebrand vom Zornedinger Helferkreis.

Welche Folgen haben die Vorkommnisse für die Helfer vor Ort? Wird Ihre Arbeit schwieriger?

Eigentlich nicht. Klar ist aber, dass die Flüchtlinge zunehmend Angst haben. So werden wir gefragt, ob sie mit ihren traditionellen Gewändern noch auf die Straße gehen können. Sie passen mehr auf, als früher. Auch verlieren mache den Glauben an das deutsche System. Sie fühlen sich nicht mehr sicher. Und das kommt natürlich auch bei den Helfern an.

Wie reagieren die Flüchtlinge auf derartige Geschehnisse?

Es dauert immer einige Zeit bis die Nachricht bei den Flüchtlingen ankommt. Aber sie identifizieren sich nicht mit solchen Leuten, wollen nicht mit ihnen in einem Topf geworfen werden. Wenn es Konflikte gibt, dann untereinander, vor allem, wenn die Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern kommen.

Was können die Helfer jetzt konkret machen?

Für uns heißt es einfach weiterarbeiten. Es gab auch früher schon solche Momente. Uns ist aber schon auch klar, dass sich einige Flüchtlinge auf sehr dünnem Eis bewegen und sehr nervös sind.  

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