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Kindergartenleiterin Dörthe Höger vor dem Spielhäuschen, dem Klettergerüst und dem Indianerzelt, die allesamt entfernt werden müssen.

St. Martin muss Spielgeräte erneuern

Zornedinger Kindergarten in Geldnot

Seit 20 Jahren gibt es den Kindergarten Sankt Martin in Zorneding. Genau so alt wie der Kindergarten sind auch die Spielgeräte im Garten. Kein Wunder also, dass einige davon inzwischen morsch und baufällig geworden sind. Einige Geräte wurden für die Benutzung gesperrt.

„Die Sandburg, das Klettergerüst, die Hängebrücke und das Indianerzelt müssen weg“, schildert Dörthe Höger, die Leiterin der Einrichtung. Benutzbar sind nur eine Nestschaukel und eine Wasserbahn. Die Kirchenstiftung Sankt Martin als Träger des Kindergartens finanziert nun einen Kletterturm für rund 10000 Euro, mehr geht nicht, wie Trägervertreterin Irmgard Pfluger erläutert. Ohnehin erwirtschaftet der Kindergarten, wie auch die übrigen Kindergärten am Ort, jährlich ein Defizit, das von der Gemeinde ausgeglichen wird. Aber nun soll auch das alte Spielhäuschen ersetzt werden. Der Kindergarten wünscht sich als Ersatz ein Gartenhaus, in dem künftig die Holzwerkstatt untergebracht werden kann. „Die ist derzeit im Keller, kann aber nur benutzt werden, wenn genug Personal da ist, so dass auch eine kleinere Gruppe im Keller beaufsichtigt werden kann“, erklärt Höger. Das sei selten der Fall, so dass die Holzwerkstatt seit zwei Jahren kaum noch genutzt und von den Kindern schmerzlich vermisst werde. Im Garten hingegen könnte eine Erzieherin die Holzwerkstatt betreuen und gleichzeitig auch ein Auge auf die im Garten spielenden Kinder haben. Deshalb hat der Kindergarten bereits ein Angebot eingeholt, die Kosten für das Gartenhaus belaufen sich auf rund 9200 Euro.

„Im Unterschied zu billiger Baumarktware müssen unsere Spielgeräte einer viel höheren Belastung standhalten. Wir haben entsprechende Auflagen, die auch überprüft werden“, erläutert Höger. Die Einrichtung hoffte, dass die Gemeinde Zorneding die Kosten für das Gartenhaus übernehmen würde, doch die zahlt nur einen Zuschuss von 5000 Euro (wir berichteten). Höger weiß nicht, wie sie die restliche Summe aufbringen soll: „Wir sind, was das Sammeln von Spenden angeht, am Ende unserer Kräfte“, klagt sie. Für die Wasserbahn habe man seinerzeit Spenden gesammelt und bei unzähligen Firmen Klinken geputzt, „aber da kam so gut wie nichts zurück.“ Lediglich ein paar Sachspenden für eine Tombola und einige kleinere Geldbeträge habe es gegeben. „Fünf Monate haben wir damit zugebracht, aber die Zeit fehlt uns anderswo und da frage ich mich schon, ob ich mich lieber um die Kinder oder um die Spenden kümmern soll?“, fragt Höger.

Dabei sei ihr der Elternbeirat eine große Hilfe: „Die sind alle super hilfsbereit und erledigen auch mal Reparaturen und Malerarbeiten selbst, um Kosten zu sparen.“ Aber genau deshalb will sie den Eltern jetzt nicht noch mehr zumuten, denn inzwischen sei in punkto Spendensammeln das Ende des Zumutbaren für alle Beteiligten erreicht. „Dabei geht es doch um unsere Kinder, die sind den ganzen Tag da und sollen sich ja an der frischen Luft bewegen, dafür brauchen wir auch ein paar Angebote für alle Altersgruppen.“

Übrigens: Bei Gewitter, wie ein Gemeinderatsmitglied befürchtete, soll das neue Gartenhaus natürlich nicht genutzt werden, „aber eben auch im Frühjahr und Herbst, nicht nur im Sommer.“ Die Erlöse aus Sommerfesten und ähnlichen Veranstaltungen seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein für all die Kosten, die anstehen. Deshalb hofft der Kindergarten inständig auf Sponsoren. Infos gibt es bei Dörthe Höger unter Telefon (0 81 06) 27 37.

Susanne Edelmann

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