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Die „wilden Wölfe“ mit Leiterin Stefanie Griesel (rechts) vor ihrem Bauwagen.

Zornedinger Naturschutz-Jugend

Wilde Wölfe haben Dach über dem Kopf

Die Jugendgruppe des Bund Naturschutz Zorneding hat nach einer Bleibe gesucht, wo sie sich auch bei schlechtem Wetter treffen kann. Jetzt wurde sie fündig.

Zorneding – Seit etwa anderthalb Jahren hat die Zornedinger Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) eine Jugendgruppe, genannt die „wilden Wölfe.“ Etwa ein Dutzend Kinder und Jugendliche treffen sich einmal pro Woche für gemeinsame Projekte und Unternehmungen in der Natur. Diese Treffen beginnen meist am Daxenberg und führen von dort aus in die Umgebung. „Wir sind bei jedem Wetter draußen“, erzählen die Kinder und Stefanie Griesel, die Leiterin der Jugendgruppe, ergänzt: „Nur bei Sturm sagen wir das Treffen ab.“ Was der Gruppe bislang fehlte, war ein Raum, in dem sie sich auch bei ganz schlechtem Wetter treffen und wo Materialien trocken gelagert werden können.

Bei einem Gespräch mit anderen BN-Jugendleitern erfuhr Griesel zufällig, dass eine dieser Gruppen einen gut erhaltenen Bauwagen zum Verkauf anbot. Griesel nutzte die Gelegenheit und kaufte den Bauwagen für 300 Euro, die die BN-Kreisstelle übernahm. Allerdings stand der Bauwagen in Pastetten und musste erstmal nach Zorneding geschafft werden. Diesen Transport übernahm der Vater von Anton Glonner mit seinem Traktor. Anton (17) war bis zum Beginn seiner Ausbildung Jugendleiter der „wilden Wölfe“, gemeinsam mit Julian (15) und Josef (15), die diese Aufgabe nun weiterführen.

Der Bauwagen steht mittlerweile im Süden Zornedings, bei einem Stadl der Familie Glonner. Die ganzen Sommerferien über haben Anton, Julian, Josef und ihr Freund Hannes (15) den Wagen gemeinsam hergerichtet. „Wir haben einen komplett neuen Boden verlegt“, berichten die Jungs. Außerdem bekam der Wagen einen neuen Anstrich, der als Grundierung für weitere farbliche Akzente dient. Für diese wollen die „jungen Wölfe“ in den kommenden Monaten gemeinsam sorgen, außerdem muss eine neue Innendecke eingezogen werden und überhaupt soll der Innenraum noch gestaltet werden. „Wir wollen es chillig und gemütlich“, sind sich die Kinder einig. Dennoch: „Wir werden künftig sicherlich nicht stundenlang drinnen sitzen“, betont Griesel. Aber allein dafür, künftig im Falle des Falles ein Dach über dem Kopf zu haben, sind die „wilden Wölfe“ schon dankbar.

Nun soll der Bauwagen allerdings von dem abgelegenen Stadl zum Daxenberg verlegt werden und dort einen festen Standort bekommen. Dafür braucht die Jugendgruppe eine Genehmigung der Gemeinde. Schon beim Jugendforum im Mai trugen die Kinder ihr Anliegen vor, feste Zusagen gibt es bislang allerdings noch nicht. Und noch einen großen Wunsch hat die Gruppe: „Toll wäre eine Solaranlage auf dem Dach des Bauwagens, um Strom zu erzeugen.“ Dafür genüge schon eine einfache Anlage, die für eine Innenbeleuchtung ausreicht, damit die Gruppe in den Wintermonaten nicht im Dunkeln sitzen muss, wenn sie sich am Spätnachmittag trifft.

Susanne Edelmann

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