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So könnte der neue Ringschluss aussehen. Der Zornedinger Gemeinderat lehnte aber ab.

SPD scheitert mit Antrag

Zorneding: Ringbus ausgebremst

Braucht Zorneding eine Buslinie, mit derauch  die Dörfer verbunden werden? Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion sorgte für Diskussionen im Gemeinderat - und wurde zunächst einmal abgelehnt.

Zorneding  - Das Landratsamt hatte sich auf Bitten der Gemeindeverwaltung mit dem Thema auseinandergesetzt, eine Buslinie grundsätzlich befürwortet und bereits einen Vorschlag ausgearbeitet, wie diese Buslinie verlaufen könnte.

Ausgehend von der Bahnhofs-Südseite könnte der Bus als Ringlinie zunächst die Birkenstraße und das Wohngebiet am Daxenberg anfahren. Von dort ginge es über die Münchner Straße zum Gewerbegebiet am Georg-Wimmer-Ring.

Mit einem Stopp am Seniorendomizil könnte die Linie weiter durch das Pöringer Unterdorf verlaufen, von dort über die Burgstraße nach Wolfesing, Ingelsberg und von da zurück zum Zornedinger Bahnhof. Die Fahrzeit für diesen Ringverkehr betrüge etwa 37 Minuten, als Betriebszeiten erachtet das Landratsamt die Werktage zwischen sechs und 19 Uhr als sinnvoll, mit einem 60-Minuten-Takt außerhalb und einem 40-Minuten-Takt innerhalb der Hauptverkehrszeiten.

Die Kostenschätzung liegt zwischen 147 500 und 180 000 Euro im Jahr, wobei noch keine Folgekosten berücksichtigt sind, die etwa durch Umbaumaßnahmen an den Haltestellen erforderlich würden. Werner Hintze (SPD) lobte Gemeindeverwaltung und Landratsamt ausdrücklich für die geleistete Vorarbeit, gab aber zu bedenken, dass mögliche Fördermittel in der Stellungnahme des Landratsamtes noch nicht berücksichtigt seien. Außerdem warb er für Geduld bei der Einführung: „Von Vaterstetten habe ich gehört, dass es etwa zwei bis drei Jahre dauert, bis sich alles eingespielt hat und die Leute ihre Gewohnheiten ändern.“

„Uns fehlt der Glaube, dass dieses System angenommen wird“, zweifelte Helmut Obermaier (Grüne). „Die Senioren in meinem Bekanntenkreis, die ich dazu befragt habe, waren alle zögerlich. Entweder sind sie noch sehr mobil oder sie haben sich mit Nachbarn arrangiert, mit denen sie gemeinsam zum Einkaufen fahren.“ Die Grünen wollten nicht grundsätzlich dagegen sein, versicherte er, „aber ein Ruftaxi erscheint uns sinnvoller.“

Das sahen auch Ursula Roth (FWG) und Christian Krumpholz (CSU) so, auch wenn Bianka Poschenrieder (SPD) versicherte, sie habe sehr viele Rückmeldungen bekommen, wonach eine Buslinie ausdrücklich begrüßt würde. „Sollte die geplante Berufsschule kommen, können wir ja neu überlegen“, meinte Krumpholz, woraufhin Hintze entgegnete: „Die Berufsschule liegt in ferner Zukunft, es wäre aber höchste Zeit, jetzt etwas für die Bürger zu machen. Wir werden alle nicht jünger und ich habe meine Zweifel, dass wirklich jeder so gut versorgt ist.“

Peter Pernsteiner (FDP) störte sich an den langen Wartezeiten, die man in Kauf nehmen müsste, wenn man beim Einkaufen auf den Bus angewiesen ist. „Ein Ruftaxi käme die Gemeinde sogar dann günstiger, wenn sie diese Fahrten für bedürftige Senioren bezuschusst.“ Bürgermeister Piet Mayr (CSU) betonte: „Der SPD-Antrag war wichtig, denn jetzt haben wir eine Preisvorstellung und einen Fahrplan-Vorschlag. Der Bus wäre sozusagen das Maximalangebot.“ Er schlug vor, nun einen Fragebogen zu entwickeln und den Bedarf bei den Bürgern abzufragen. „Dieses Feedback sollten wir abwarten und dann gemeinsam mit den Unternehmern vor Ort überlegen, wie wir weiter vorgehen könnten.“

Der SPD-Antrag wurde schließlich mit 16-Nein-Stimmen und drei Ja-Stimmen abgelehnt. Hintze versicherte gegenüber der Ebersberger Zeitung: „Wir lassen uns nicht unterkriegen, sondern bleiben weiter dran an dem Thema.“ Von Susanne Edelmann

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