+
Claus Saubert hat seit Wochen kein Telefon und kein Internet. M-net sagt, eine Leitung der Telekom sei kaputt. 

Seit Juli: Kein Internet, kein Telefon, keine Lösung

Zornedinger sauer auf M-net: „Ich werde alleine gelassen“

  • schließen

Claus Saubert (60) ist gestresst und enttäuscht. „Ich werde alleine gelassen“, sagt der Zornedinger. Verantwortlich dafür sei das Münchner Telekommunikationsunternehmen M-net sein – augenscheinlich. Darüber beziehen der 60-Jährige und seine Frau Telefon und Internet. Oder anders gesagt: Sollten beziehen.

Zorneding –  Seit Juli ist Familie Saubert abgeschnitten. Kein Telefon, kein Internet, keine Lösung von M-net. So könne es nicht weitergehen, sagt Saubert fast am Verzweifeln.

Konkrete Informationen, was los ist, wieso es seit Wochen kein Internet gebe, habe er von M-net nicht bekommen. Im Gegenteil: Ihm sei ein „Sonderkündigungsrecht“ angeboten worden, sagt er. Doch das will Saubert gar nicht: „Ich brauche Internet, weil ich zum Teil von zu Hause aus arbeite.“ Auch seine Frau mache Homeoffice, sei angewiesen darauf.

Mehr als ein dutzendmal habe er bei dem Münchner Unternehmen im Service angerufen und die Störungen geschildert, wie er betont. Doch von M-net sei wenig gekommen. Bei allen Anrufen sei er vertröstet worden, einmal sei der Splitter beim Telefon, dann der Router beim Internet, dann das Kabel im Garten schuld, sei ihm gesagt worden. Doch was der wahre Grund für den Ausfall ist, darüber weiß Saubert bis heute nicht Bescheid. Seit nun fast sieben Wochen.

M-net bestätigt auf Anfrage, dass seit Wochen versucht werde, die Störung zu beheben. Dass Claus Saubert alleine gelassen werde, sei „nicht der Anspruch von M-net“. Gerade in der Region stehe das Unternehmen eigentlich für sehr guten Kundenservice, versucht ein Sprecher zu beschwichtigen.

Das Problem soll, so hätten es Recherchen von M-net ergeben, eine Störung an einer Leitung zum Haus von Claus Saubert sein. Diese habe M-net von der Telekom angemietet und könne nur von der Telekom repariert werden. Dafür müssten Tiefbauarbeiten stattfinden, sagt der Sprecher. Probleme habe es dabei mit Genehmigungen der Gemeinde gegeben. In dieser Woche sollen die Bauarbeiten stattfinden und die Störung behoben werden, verspricht der M-net-Sprecher. M-net sei in diesem Fall vollkommen abhängig von der Telekom.

Saubert hofft indes, dass sich das Versprechen bewahrheitet, schließlich habe er einen Vertrag mit M-net und zahle dafür. Kleiner Wermutstropfen: M-net hat Familie Saubert einen Surfstick geschickt. Doch 50 Prozent aller Seiten brechen damit zusammen. Zum Arbeiten reiche das nicht, sagt Saubert und schüttelt den Kopf.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Keiner kennt den „Bier-Bazi“
Eine Wutrede war es keine, die Adi Warta, der Wirt des Gasthauses Hubertus, am Donnerstagabend vor seinen Berufskollegen bei einem Treffen auf der Ebersberger Alm hielt. …
Keiner kennt den „Bier-Bazi“
Tödlicher Unfall ohne juristische Folgen
Nach bisherigem Ermittlungsstand – und in Absprache mit der Staatsanwaltschaft – wird wahrscheinlich kein Verfahren gegen eine 23-jährige Pkw-Fahrerin aus dem nördlichen …
Tödlicher Unfall ohne juristische Folgen
Dumm gelaufen: Mit Fonduegabel an Wohnungstüre 
Die beiden stellten sich derart dumm an, dass sie einer Nachbarin auffielen, die die Polizei rief. Jetzt entscheidet der Staatsanwalt, ob die beiden verhaftet werden.
Dumm gelaufen: Mit Fonduegabel an Wohnungstüre 
Ärger im Schulbus
Weil viele Kinder sich im Schulbus wiederholt danebenbenehmen, erwägt die Gemeinde Poing Konsequenzen.
Ärger im Schulbus

Kommentare