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In Pöring soll ein neuer Mobilfunkmast eine Funklücke schließen. Versorgt werden soll damit hauptsächlich die ICE-Strecke.

Jetzt ist wieder mal ein runder Tisch fällig

Absage an Telekom: Kein weiterer Mobilfunkmast in Pöring

Mit einer Anfrage der Deutschen Telekom beschäftigte sich der Zornedinger Bauausschuss. Die Telekom möchte nämlich einen zehn Meter hohen Mobilfunkmast in Pöring errichten, um eine Funklücke zu schließen.

Zorneding/Pöring  Versorgt werden soll damit in erster Linie die ICE-Strecke, laut Telekom würden aber auch Pöring und das nordöstliche Zorneding davon profitieren.

Angefragt wurden bei der Gemeinde zwei mögliche Standorte, die beide zwischen der Eglhartinger Straße und der Bahnstrecke liegen. Allerdings bezweifelte der Ausschuss, dass ein Zehn-Meter-Mast eine ausreichende Reichweite hat, um auch Pöring und das Wohngebiet am Daxenberg zu versorgen. „Da gäbe es bessere Standorte“, fand Helmut Obermaier (Grüne) und meinte damit zum Beispiel den Freizeitberg am Ostrand Zornedings.

Bürgermeister Piet Mayr (CSU) gab zu bedenken, dass für die angestrebte Versorgung mit einem 5G-Mobilfunknetz ohnehin eine höhere Mastendichte nötig sei und ein Mast mit 40 Metern Höhe eine bessere Versorgung böte als einer mit nur zehn Metern Höhe. Daher schlug er vor, einen Runden Tisch mit den verschiedenen Mobilfunkanbietern zu veranstalten.

„Ich denke, ein Runder Tisch ist mal wieder fällig“, fand auch Obermaier und fügte an: „Lieber wenige hohe Masten als viele kleine.“ Bianka Poschenrieder (SPD) stimmte dem zu und meinte: „Wenn die Bahn die ICE-Strecke versorgen will, dann soll sie das auf Bahngrund tun. Unser Pöringer Grund könnte noch einmal ein Filetgrundstück der Gemeinde werden, da sollten wir jetzt keinen Mobilfunkmasten draufstellen.“ Wilhelm Ficker (Freie Wähler) zeigte sich dankbar für die Wortmeldungen: „Sonst hätte ich mich jetzt vehement gewehrt. Es gibt ohnehin schon so viele Sendeanlagen in Pöring.“ Christian Krumpholz (CSU) erinnerte daran, dass es im Westen Pörings bereits einen 40-Meter-Masten gebe. Der allerdings wird von der Regierung von Oberbayern betrieben und die konnte sich bisher nicht mit den Mobilfunkanbietern einigen, die diesen Masten gerne mitnutzen würden. So wurde die Anfrage der Telekom letztlich einstimmig abgelehnt, stattdessen sollen bei einem Runden Tisch Alternativen erarbeitet werden.

VON SUSANNE EDELMANN

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