Hier will der Discounter Penny weg. Was dann kommt, steht noch nicht fest. Foto: Stefan Rossmann

Penny zieht um - Gemeinderat zieht mit

Zorneding - Um einem Discounter den Umzug von der einen auf die andere Straßenseite zu ermöglichen, befasste sich der Zornedinger Gemeinderat mit der Änderung des Bebauungsplanes.

Konkret geht es um den Lebensmitteldiscounter Penny, der im Gewerbegebiet Pöring westlich des Georg-Wimmer-Ringes angesiedelt ist. Dieser Standort gehört zum Bebauungsplan Gewerbe West I. Nun möchte Penny auf die Ost-Seite der Straße umziehen, dorthin, wo derzeit der zweite Bauabschnitt des Gewerbegebietes entsteht.

Begründet wird der Wunsch nach dem Standortwechsel das damit, dass die Ladenkette dort ein moderneres Gebäude beziehen könnte, um konkurrenzfähig zu bleiben. „Das Auge kauft mit ein“, so Bauamtsleiterin Diana Saiger.

Allerdings waren für die Neubauten im Bebauungsplan Gewerbe West II Lebensmittelgeschäfte ausdrücklich ausgeschlossen worden.

Der Gemeinderat war damit der Empfehlung einer Beratungsfirma und des vom Planungsverband erstellten Konzeptes für Einzelhandel und Nahversorgung gefolgt, um die bereits vorhandenen Geschäfte vor allem im Ortszentrum keiner weiteren Konkurrenz auszusetzen.

Nun kommt die Konkurrenz aber von außen, wie in der Gemeinderatssitzung erläutert wurde, nämlich aus den Gewerbegebieten in Parsdorf und am Westrand von Eglharting. In beiden Orten sind große neue Discounter und Lebensmittel-Vollsortimenter entstanden.

„Dadurch ist Penny an seinem alten Standort unter Druck“, so Saiger. „Wenn Penny umzieht, was passiert dann mit dem alten Standort?“, wollte Helmut Obermaier (Grüne) wissen. „Können wir ausschließen, dass da dann ein weiteres Lebensmittelgeschäft einzieht?“ Nur wenn man den Bebauungsplan Gewerbe West I entsprechend ändere, lautete die Antwort, schließlich sei hier bislang ein Lebensmittelgeschäft zugelassen. „Aber das Gebäude ist dafür sowieso unattraktiv, weil es von der Straße abgewandt ist“, meinte Bürgermeister Piet Mayr.

Ob es für das Gebäude denn schon Interessenten gebe, wollte Bianka Poschenrieder (SPD) wissen, „schließlich ist ein Leerstand dort auch nicht wünschenswert.“ Diese Frage wollte Mayr in der öffentlichen Sitzung nicht genauer beantworten, ließ aber durchblicken, dass die Gemeinde schon etwas im Auge habe.

Schließlich wurde die Änderung des Bebauungsplans Gewerbe West II vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossen. Gegenstimmen kamen von der Fraktion der Grünen sowie von Stefanie Berndlmeier und Sylvia Boher (CSU).

Von Susanne Edelmann

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