Es kann eng werden: Grünlandstraße in Zorneding. Foto: sro

Schleichweg bleibt offen

Zorneding - Verkehrsprobleme waren das große Thema in der Novembersitzung des Zornedinger Gemeinderats.

CSU-Ratsmitglied Tobias Hackl beantragte, die Grünlandstraße zwischen Bahnhof- und Lärchenstraße zur Anliegerstraße zu machen. „Mich haben viele Eltern angesprochen“, berichtete er. Der Verkehr, auch von Bussen und Lkw, habe in diesem Bereich stark zugenommen, was eine Gefahr für die Kinder bedeute, die diese Straße als Schulweg nutzten. Zudem sei der vorhandene Gehweg sehr schmal.

Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Bauamtsleiterin Diana Saiger meinte: „Diese Sperrung lässt sich aus der Straßenverkehrsordnung nicht begründen.“ Würde die Grünlandstraße zur Anliegerstraße, müsse der Verkehr verstärkt über die Bahnhofstraße fließen, die aber ebenfalls Schulweg und zudem Zubringer zum Bahnhof sei. Straßen- und Gehwegbreite seien in beiden Straßen ähnlich.

Stefanie Berndlmeier (CSU) fürchtete im Falle einer Sperrung Nachahmer aus anderen Straßen: „Wir sollten den Verkehr auf die bestehenden Straßen bestmöglich aufteilen.“ Renate Pfluger (CSU) fragte, ob es verlässliche Zahlen über die Verkehrsbewegungen in der Grünlandstraße gebe. Das verneinte Saiger: „Die technischen Möglichkeiten lassen das nicht zu.“ Demnächst sei aber ein Modellwechsel bei den Geräten zur Geschwindigkeitsanzeige geplant, dann werde eine Zählmöglichkeit mit berücksichtigt.

Ebenfalls eine Absage erteilten die Räte einer Anregung der Agenda Verkehr. Die wollte an der Straße „Am Sportpark“, wo diese in die Bucher Straße einmündet, eine abknickende Vorfahrt einrichten, wonach die Straße „Am Sportpark“ künftig vorfahrtsberechtigt sei. So könne der Verkehr, der von der B 304 von Süden her in den Ort hereinkomme, abgebremst werden.

Das Landratsamt Ebersberg riet aber in einer Stellungnahme davon ab. Zum einen seien Vorfahrtsänderungen immer unfallträchtig, zum anderen solle stets der Straßenzug mit dem höheren Verkehrsaufkommen Vorfahrt haben und das sei nunmal die Bucher Straße, so die Argumente.

Franz Lenz (FWG) äußerte Verständnis für das Anliegen der Agenda: „Wir sollten überlegen, was man sonst dort tun könnte“, forderte er. Christian Krumpholz (CSU) regte an, bei der Gelegenheit den Gehweg entsprechend zu verlängern, um mehr Sicherheit für Fußgänger zu schaffen.

Die Einführung der Einbahnstraße am südlichen Ende der Bahnhofstraße habe noch Akzeptanzprobleme, bemängelte Werner Hintze (SPD) und bat darum, auf Höhe des Schmiedwegs ein Schild „Achtung geänderte Verkehrsführung“ aufzustellen. Peter Pernsteiner (FDP) beklagte, dass der Verkehr nun vermehrt über die Schmiedstraße fließe, dort aber gerade eine Baustelle für erhebliche Behinderungen sorge.

Eine Rücknahme der Einbahnstraßenregelung wollte das Gremium nun aber auch nicht, weil das nur für noch mehr Verwirrung sorge.

Von Robert Langer

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