Wann wird in der neuen Zornedinger Halle geturnt? Jetzt wurde zumindest der Standort des Neubaus festgelegt. Foto: jro

Zornedinger Sporthalle: Endlich auf der Zielgeraden

Zorneding - Beim Neubau einer Sporthalle hat die Gemeinde Zorneding endlich die Zielgerade erreicht. Doch die Lageplanung löste in der jüngsten Gemeinderatssitzung erhöhte Gesprächsbereitschsaft aus.

Drei Standort-Varianten für Halle und Festzeltplatz wurden präsentiert. Das seien nur Vorschläge und man könne an allen noch etwas ändern, versicherte Bürgermeister Piet Mayr (CSU). Bei näherem Hinsehen war zu erkennen, dass die vorgeschlagenen Lösungen für das Gelände an der Bucher Straße, östlich des Sportplatzes und nahe der B 304 vornehmlich in der Wahl der Parkplatzstandorte variierten. Alle Szenarien sehen die Sporthalle nahe an der Bucher Straße vor. Der Platz für das Festzelt differiert dagegen von ebenfalls nahe an dieser Straße bis mittelweit und weit entfernt. Die Zahl der Stellpätze für den Festzeltbereich ist übergreifend mit 100 vorgesehen. Am Vorplatz der geplanten Dreifachsporthalle sehen die Entwürfe des Architektenbüros Palais Mai (München) dagegen nur 20 Parkplätze vor. Das war manchen zu wenig. Besonders die Vertreter der CSU warfen ein, dass bei sportlichen Großturnieren nach wie vor die meisten mit dem eigenen Pkw anreisen würden, da müsse man eher mit 50 bis 60 Fahrzeugen rechnen, von Bussen anreisender Mannschaften aus dem Umland ganz zu schweigen.

CSU-Mann Johann Haindl fand die geplante Zahl der Parkplätze sogar zum Lachen. Piet Mayr zeigte dafür zwar Verständnis, meinte aber auch, dass dies kein Dogma sei und dieser Punkt letztlich vom Landratsamt festgelegt werde. Die SPD führte andererseits aus, dass mit 20 Plätzen leicht auszukommen sei, da es in Zorneding ohnehin nicht wirkliche Großveranstaltungen geben werde - was wiederum parteiübergreifend für Gelächter sorgte. Barabara Weiß von den Grünen plädierte vor allem für überdachte Fahrradstellplätze. Zudem forderte sie grundsätzlich, möglichst wenig Fläche zuzubauen, um den ländlichen Charakter zu erhalten. Damit stieß sie auf breite Zustimmung.

Umstrittener war die Frage: Teeren oder wassergebundener Untergrund? Wenn quasi naturbelassen, dann besteht die Gefahr, dass sich das Areal zu einer Rallyestrecke für Jugendliche entwickelt, argumentierten die Festbelag-Anhänger. Auch, dass es ein Schneepflug auf solchem Gelände schwer hätte, wurde erwähnt. Bianka Poschenrieder (SPD) dagegen plädierte für das Gegenteil, denn geteerte Wege zögen vermehrt Autos an, was sie als Mutter nicht gutheißen könne. Kompromissbereit zeigte sich hier Wilhelm Ficker (FW): Flächen und Parkplätze so wenig wie möglich versiegeln, aber die Zuwege bepflastern. Diskussionwürdig war eine wassergebundene Fläche auf dem Festzeltplatz auch wegen der Wiederaufbereitungskosten nach einer Großveranstaltung, die ein geteerter Grund in diesem hohen Maße nicht benötigen würde.

Letztlich stellte sich heraus, dass die Varianten 2 (Festplatz und Halle weit voneinander entfernt) und 3 (mittlere Entfernung) favorisiert würden. Letztere wurde schließlich mit 12:7 gegen die Stimmen der CSU gewählt.

Von Oliver Oswald

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