Zusammenwachsen am Schliersee

Markt Schwaben - Das Projekt „JA“ hat zum Ziel, Menschen unterschiedlicher Art zusammenzuführen. Dahinter steckt der Versuch, im Kleinen gesellschaftliche Brücken zu bauen.

Was schweißt zusammen? Ein gemeinsamer Ausflug mit Besuch eines Museums? Ein gemeinsames Essen? Ein gemeinsamer halber Tag? Das offene Gespräch zwischen dem Lehrling türkischer Herkunft und dem erfolgreichen Mittelständler? Oder der gemeinschaftliche Kampf gegen die Unbilden des Wetters; in diesem Fall der Spaziergang am Schliersee im strömenden Sommerregen? Vermutlich von allem ein bisschen.

Zusammenwachsen am Schliersee

Zum zweiten Male fand nun unter dem Vorzeichen des Projekts „JA“ ein Ausflug an den Schliersee statt; diesmal mit gemeinsamer Fahrt im Zug, Besuch im Heimatmuseum von Skistar Markus Wasmaier, Mittagessen, Wanderung um den halben See, Bootsfahrt, Kaffeetrinken und gleichsam gemeinschaftlicher (aber unfreiwilliger) Dusche zurück zum Bahnhof Fischhausen-Neuhaus. Mit dabei: Verwaltungsmitarbeiter, Gemeinderäte, türkische und deutsche Schüler aus Hauptschule und Gymnasium, Lehrer, Unternehmer, Polizist, Journalist, Mentoren, Hotelier, und natürlich der Ideengeber und Bürgermeister.

Ein auf den ersten Blick unhomogenes Grüppchen. Und genau darin lag und liegt der besondere Reiz dieser Aktion. „Die Gesellschaft muss wieder mehr zusammenrücken“, hatte sich Bernhard Winter zum Ziel gesetzt. Besser als bei einem gemeinschaftlichen Ausflug mit vielen Gesprächen könne das nicht gehen, hatte sich der Initiator zugleich gedacht. Und auch beim zweiten Besuch am reizenden Schliersee Recht behalten.

Der Trip begann mit einem Schmankerl. Einen Kabarettisten, Fernseh- und Filmstar und Miesbacher Heimatkenner in Personalunion in Gestalt von Gerhard Polt bekommt man als Ottonormalverbraucher nicht jeden Tag hautnah zu spüren. Polt war zwar noch nach einem langen Auftritt am Vorabend sichtlich gezeichnet, ließ es sich aber trotzdem nicht nehmen , die Delegation persönlich zu begrüßen.

Danach erlebten die Teilnehmer das Museumsdorf hautnah. Nach Wanderung und Bootsfahrt und bereits vielen Gesprächen quer durch alle Reihen klang der Halbtagsausflug im Café Kögl aus.

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