Verbandsvorsitzender Piet May (li.), der Ebersberger Architekt Michael Garbe und Reinhold Rehbach, stellvertretender Leiter der Realschule in einem Fachraum. Foto: se

Zweckverband macht "dicker Luft" ein Ende

Vaterstetten - „Wenn hier die Sonne hereinscheint, dann wird es schnell über 40 Grad warm!“, klagte Reinhold Rehbach, stellvertretender Leiter der Realschule Vaterstetten. Bei einer Ortsbegehung führte er die Verbandsausschussmitglieder des Zweckverbands durch die Fachräume für Physik, Chemie und Biologie.

Durch die schrägen Dachflächenfenster kommt viel Licht in die Laborräume, was nicht nur die Temperaturen ansteigen lässt, sondern zusammen mit den ausgasenden Chemikalien schnell zu sprichwörtlich dicker Luft führt.

„Wir haben zwar eine Absaugung für den Chemikalienschrank,“ so Rehbach, „aber die Lüftung ist störanfällig und wir können nur ein winziges Fenster öffnen.“ Bei den für den Sommer geplanten Sanierungsarbeiten (die EZ berichtete) soll nun Abhilfe geschaffen werden: Der Verbandsausschuss beschloss einstimmig den Umbau der Lüftungsverteilung, die Erneuerung der dazugehörigen Steuerung, eine Absaugung am Chemiepult und verbesserten Sonnenschutz. Auch die Fenster werden saniert: „Die Fenster selbst sind zwar noch in gutem Zustand,“ erklärte der Ebersberger Architekt Matthias Garbe, „aber die Beschläge sind größtenteils defekt.“ Daher sollen die Fensterhebel erneuert und zusätzliche Lüftungsflügel eingerichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 230 000 Euro. Der Rundgang durch das Schulgebäude führte die Gruppe auch in den Heizkeller. „Wir haben hier drei 30 Jahre alte Heizkessel: Einer ist in Betrieb, der zweite wird in Spitzenzeiten zugeschaltet und der dritte ist kaputt und dient als Ersatzteillager“, erläuterte Rudolf Steger von der Firma „Planplus“ für technische Gebäudeplanung. Er hatte vorab den Auftrag erhalten, verschiedene Varianten für die Heizung zu prüfen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Realschule in etwa sechs Jahren an die Geothermie-Fernwärmeversorgung angeschlossen wird.

Letztlich entschied sich das Gremium für die preisgünstigste Variante, die Anschaffung eines neuen Gaskessels, der den kaputten ersetzen und den späteren Anschluss an die Geothermie ermöglichen soll.

Diese Maßnahme schlägt mit 146 000 Euro zu Buche. Außerdem kommen noch Kosten für Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen hinzu. Verschoben wurde hingegen der Umbau der naturwissenschaftlichen Fachräume, da diese Baumaßnahmen laut Landratsamt auch später noch erledigt werden könnten, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstünden.

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