Landrat Gottlieb Fauth

Zweite Stammstrecke: Ebersberger Landrat bekräftigt Zahlungswillen

Landkreis - Landrat Gottlieb Fauth (CSU) hat nach Angaben seiner Partei am Wochenende bekräftigt, dass sich der Landkreis Ebersberg an einer Vorfinanzierung der zweiten S-Bahnstammstrecke beteiligen würde.

Das Unverständnis des CSU-Kreisverbandes Ebersberg über die „Hinhaltetaktik des Münchner Oberbürgermeister Christian Ude“ zur Vorfinanzierung der zweiten S-Bahnstammstrecke ist groß. Dies war nach Angaben von Teilnehmern das eindeutige Stimmungsbild des Kreisverbandes der CSU auf der Klausurtagung in Wildbad Kreuth, auf der die zweite S-Bahnstammstrecke eines der Hauptthemen war.

Über seine gesetzliche Verpflichtung hinaus ist der Freistaat bereit, sich mit 350 Millionen Euro an der Vorfinanzierung des für das Münchner Umland so bedeutenden Großprojekts zu beteileigen. Christa Stewens kämpfe als Landkreisabgeordnete im Landtag weiter für den Bau des zweiten S-Bahntunnels: „Die zweite S-Bahnstammstrecke ist die Lebensader für die Boomregion um München. Ein Scheitern des Projekts hätte einen baldigen Kollaps im Münchner ÖPNV zur Folge, weil andere Projekte einen Planungsrückstand von mindestens zehn Jahren haben. Zudem sind Ertüchtigungsmaßnahmen ohne zweite Stammstrecke nichts als Flickschusterei!“

Unterstützung bekommt sie von der CSU-Kreisvorsitzenden Angelika Niebler: „Die zweite S-Bahnstammstrecke ist die unverzichtbare Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen, die den Bahnknoten München betreffen. Die jetzige Stammstrecke ist unter Verwendung modernster Steuerungstechnik absolut an der Kapazitätsgrenze. Wenn es mit konventionellen Finanzierungsmöglichkeiten keine Lösung gibt, muss man sich seitens der Staatsregierung notfalls um innovative Finanzierungsmodelle unter Zuhilfenahme privater Investoren bemühen.“

JU-Kreis-Chef Tobias Scheller unterstreicht den Gedanken der Nachhaltigkeit: „Über 70 Millionen Euro sind bereits in die Planung der zweiten S-Bahnstammstrecke geflossen. Es kann nicht sein, dass wir Großprojekte jahrelang und mit viel Geld planen, weil wir sie für die beste Lösung halten und sie dann, wenn es um die Umsetzung geht, einfach wieder in die Schublade legen.“

Für eine schnelle Umsetzung der zweiten S-Bahnstammstrecke plädiert auch Landrat Gottlieb Fauth: „Sollte die Staatsregierung mit der Bitte um die Beteiligung an der Vorfinanzierung auf den Landkreis Ebersberg zukommen, sind wir zum Wohle unserer Landkreisbürger bereit, einen finanziellen Beitrag für die Zwischenfinanzierung zu leisten. Voraussetzung muss dabei eine Bestätigung des Bundes sein, dass es sich um eine Zwischenfinanzierung handelt und der Bund das Geld zurückbezahlt.“ (ac)

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