René Völkel hat seine erste Single auf den Markt gebracht. Foto: Verstegen

Zwischen durchgeknallt und mutig

Ebersberg - René Völkel hat auf dem langen Weg zur Verwirklichung seines Lebenstraumes einen großen Schritt gemacht und seine erste eigene Single aufgenommen.

Den Titel „Verschenk dein Leben doch an mich“ hat der Ebersberger selbst getextet, komponiert und gesungen - das Lied steht auf den gängigen Internet-Portalen zum Download bereit. „Mein Ziel ist es, mich mit eigenen Songs in der Branche zu etablieren und so zu beweisen, dass es nicht nur die ganz Großen der Szene gibt!“, sagt der 39-Jährige, der im Werbemittel-Support eines Münchner Computer-Unternehmens arbeitet. „Die Branche“ - das ist die Welt der Schlager, „die Großen“ - das sind für ihn Roland Kaiser, Howard Carpendale, Udo Jürgens und Stefan Zauner von der Band „Münchner Freiheit“, der schon immer Völkels Vorbild ist.

So wie der deutsche Schlager schon immer seine Herzensangelegenheit war. Seit seinem siebten Lebensjahr macht der gebürtige Sauerländer (Eslohe/Kreis Meschede) nun schon Musik, versuchte es zunächst in einer Orgelschule, um dann festzustellen, dass er „lieber nach Gehör als nach Noten“ spielt, trat mit 14 als Keyboarder in eine Vier-Mann-Band ein, die nicht übers Proben hinaus kam und tat sich dann mit einem Schlagzeuger zu einem Duo zusammen. Roland Buff gab ihm den für ihn wichtigsten Tipp - nämlich keine Angst zu haben. „Damals hatte ich die Hosen gestrichen voll!“, erinnert sich Völkel und nennt gleich seinen zweiten Förderer. „Zehn Jahre lang hab‘ ich mit Wolfgang Schmitz zusammen gespielt, von ihm hab‘ ich gelernt, das richtige Gefühl reinzubringen“, sagt René Völkel, der nie eine Gesangsausbildung hatte. Ihm sei es wichtig, dass seine Lieder „Mini-Geschichten erzählen und die Menschen zum Träumen einladen“.

Sechs weitere Stücke hat der Familienvater - er ist seit 20 Jahren mit seiner Frau Sabine verheiratet, die beiden haben eine Tochter (Janine, 19) und einen Sohn (Nico, 11) - in der Schublade liegen und ist guter Dinge, dass im April seine zweite Single auf den Markt kommt: „Ich muss allerdings noch ein bisschen am Text feilen!“ Auf die Frage, warum er ausgerechnet jetzt den großen Sprung wagt, hat René Völkel die Antwort schnell parat: „In den letzten Jahren ging die Absicherung der Familie vor, außerdem ist es schwierig, neben dem Job quasi so im Vorbeigehen an einer Musikerkarriere zu basteln!“ Die Zusammenarbeit mit „Wörle-Musicland“ hat der 39-Jährige übrigens seiner Mutter zu verdanken: Sie war über ein Radio-Interview auf „HR4“ auf die Produzenten aufmerksam geworden und hatte ihrem Sohn vorgeschlagen, dort sein Demo anzubieten. Völkel: „Da passte einfach alles - die Gebrüder Wörle haben das Arrangement fertig gemacht, und ich hab‘ innerhalb einer Stunde die Vocals eingesungen!“

René Völkel lebt ihn weiter, seinen Traum von der großen Schlagerbühne. Und er genießt auch all die kleinen Auftritte, wie den am Silvesterabend in Bad Wiessee - in der Rehaklinik St. Hubertus…

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