16-Jähriger in der Therme schwer verunglückt

Erding - Nach einem Unfall in der Therme ist ein 16-Jähriger womöglich querschnittsgelähmt. Den Betreibern ist anscheinend kein Vorwurf zu machen.

Der Unfall geschah bereits am Montag vergangener Woche. Ein 16-jähriger Münchner sprang auf einem mehrere Quadratmeter großen Hüpfkissen, das sich im Außenbereich der Therme befindet. Gegen 17 Uhr versuchte er, so sagen Zeugen, einen Rückwärtssalto. Das teilte Anton Altmann von der Erdinger Polizei gestern mit. Dabei landete der Jugendliche „äußerst unglücklich auf dem Nacken im Kissen“, schreibt Cornelius Riehm, Geschäftsleiter der Therme Erding, in einer Stellungnahme. Weil der 16-Jährige darüber klagte, seine Beine nicht mehr zu spüren, wurde er mit Verdacht auf Querschnittslähmung per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Murnau gebracht. Dort ist man auf Wirbelsäulenverletzungen spezialisiert.

Die Erdinger Polizei untersuchte den Unfallort und leitete den Fall an die Staatsanwaltschaft Landshut und das Gewerbeaufsichtsamt weiter. Die Prüfer des Aufsichtsamtes hatten allerdings keine Beanstandungen, so dass das Hüpfkissen, an dem der Unfall geschah, wieder für die Gäste freigegeben wurde. Christine Schneider vom Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern bestätigte dies. Die Staatsanwaltschaft gab keine Stellungnahme zu dem Fall ab.

Das Sportgerät ist TÜV-geprüft und ein Produkt der Firma Hüpf-Kissen, die laut Riehm angibt, dass es nur einen einzigen Unfall an einem der Geräte gegeben hat. Zwischen 60 und 70 der Hüpfkissen seien in ganz Deutschland in Parkanlagen und Freizeiteinrichtungen im Einsatz. Riem zeigte sich betroffen, bezweifelt aber, dass über die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen hinaus weitere Maßnahmen ergriffen werden.

(fx)

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