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3000 Stunden Einsatz für Mitmenschen

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Freude am Helfen: NBH-Vorsitzende Hilde Mittermeier.
Freude am Helfen: NBH-Vorsitzende Hilde Mittermeier. © Renner

Dorfen - Im Alter brauchen immer mehr Menschen Hilfe - zunehmend auch auf dem Land. Das bekommt auch die Nachbarschaftshilfe Dorfen zu spüren.

Die Bilanz ist beeindruckend und macht gleichzeitig nachdenklich: 790 Einsätze hat die Nachbarschaftshilfe (NBH) Dorfen im vergangen Jahr bewältigt. Die Hilfe wurde fast ausschließlich von Senioren, Kranken und dementen Menschen in Anspruch genommen, wie die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Hilde Mittermeier, im Gespräch mit unserer Zeitung betont. „Viele dieser Einsätze dauerten täglich nur eine halbe Stunde, aber diese war enorm wichtig für isoliert lebende Menschen.“ Hinter diesem Satz von Mittermeier stehen menschliche Schicksale: Die Betroffenen haben meist keinerlei sozialen Kontakte mit anderen Menschen mehr. Die Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe sind hier die einzigen, mit denen noch kommuniziert wird. 1340 Stunden Zeit haben die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen für hilfsbedürftige Menschen zur Verfügung gestellt. 510 Stunden davon entfielen auf den Helferkreis Demenz, 320 Stunden auf die Seniorenbetreuung, 123 Stunden auf Putzdienste und 92 Stunden auf Krankenbesuche. Insgesamt hat die Nachbarschaftshilfe mit dem Betrieb der Tafel „3000 Stunden soziale Verantwortung übernommen“.

Zwölf neue Mitglieder sind 2012 der Nachbarschaftshilfe beigetreten, die damit jetzt über 81 Unterstützer verfügt, die meist auch aktiv an der Vereinsarbeit teilnehmen. Mittermeier: „Dankbarkeit und Freude am Helfen sind die Motivation, sich bei der Nachbarschaftshilfe zu engagieren.“

Besonders freut es die NBH-Vorsitzende, dass die Arbeit des Vereins auch mit Spenden unterstützt wird. So hat etwa der Rotary Club Dorfen 1500 Euro gespendet, von der Aktion „Licht in die Herzen“ des Erdinger/Dorfener Anzeigers bekam der Verein 3000 Euro. Mit dem Geld kann der Verein seine Ausgaben bestreiten.

Anton Renner

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