Da schaust: Lucy ist neu im Urzeitmuseum. foto: fkn

80.000 Menschenhaare zieren Lucy

Taufkirchen - Das Urzeitmuseum hat einen neuen Star: Lucy. Sie ist eine lebensnahe Büste einer 3,2 Millionen Jahre alten Vorfahrin in der Entwicklung zum Menschen. Die Büste stammt vom „Paläo“-Künstler Peter Pavlovski aus Wien.

Pavlovski hat laut Angaben von Museumsdirektor Peter Kapustin ein Jahr Arbeit investiert und 80 000 echte Menschenhaare einzeln verarbeitet. Der Fachbegriff dieser Art von Vorläufern des Menschen ist „Australopithecus afarensis“. Donald Johanson entdeckte das weitgehend erhaltene Skelett 1974 im Afar-Dreieck in Äthiopien. Er hat sie gemeinsam mit weiteren amerikanischen Paläontologen beziehungsweise Anthropologen beschrieben und ihr den volkstümlichen Namen Lucy gegeben. Die Anregung für den Namen gab laut Kapustin der Beatles-Song „Lucy in the sky with Diamonds“.

Kapustin: „Die etwa 110 Zentimeter große und 25 Jahre alte Lucy war im Vergleich zu anderen Funden dieser Art von Vormenschen klein; sie ging aufrecht wie wir Menschen.“ Die ältesten Fußspuren (ca. 3,5 Millionen Jahre) dieser Hominini-Art, die ebenfalls in den 70er-Jahren im Grenzgebiet zwischen dem heutigen Tansania und Kenia entdeckt wurden, sind neben dem Skelett von Lucy als Replik ebenfalls im Urzeitmuseum zu sehen.

Im Urzeitmuseum ist die Entwicklung zum heutigen Menschen mit einer Zeitspanne von mehr als sieben Millionen Jahren anschaulich dargestellt. (ar)

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