Die A94, die CSU, und ihr grünes Image

Dorfen - Die Aktionsgemeinschaft gegen die A94 und der Bund Naturschutz machen den Bürgern Mut, wegen der umstrittenen Autobahn an Ministerpräsident Seehofer zu schreiben.

Momentan liegen erneut die Pläne für den A 94-Abschnitt Dorfen – Heldenstein bei den Gemeinden aus. Allein in diesem Abschnitt ist dies nun die dritte Tektur. Dazu Jakob Baumgartner vom Bund Naturschutz Dorfen: „Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man der Bayerischen Staatsregierung zur nunmehr 15. Planungsänderung gratulieren und damit zum bundesdeutschen Rekord, was Umplanungen anbelangt. Wären die Planer statt dieser permanenten Änderungen an der Isentaltrasse auch nur einmal auf die Trasse Haag umgestiegen, könnten die Menschen schon seit vielen Jahren zwischen München und Mühldorf auf einer sicheren Straße fahren.“

Die Aktionsgemeinschaft gegen die Isentalautobahn und der Bund Naturschutz empfehlen jedenfalls allen Grundbesitzern zwischen der B 15 und Heldenstein, sich die neuen Unterlagen in den Gemeinden genau anzusehen. All jene, bei denen sich gegenüber der bisherigen Planung etwas geändert habe, sollten dann prüfen, ob sie Einwendungen erheben. Denn nur wenn sie dies jetzt machten, könnten sie gegebenenfalls später Klage einlegen. Laut Mitteilung der Aktionsgmeinschaft wurde insgesamt die Möglichkeit gegen diese dritte Tektur Einwendungen zu erheben, von der Regierung von Oberbayern allerdings eng begrenzt. Denn es können eben nur Grundbesitzer bei entsprechenden Planänderungen erneut einwenden. Für alle anderen, bisherigen Einwender bleiben die früheren Einwendungen gültig. Sie müssen im Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt werden.

Heiner Müller-Ermann, Sprecher der Aktionsgemeinschaft: „Viele Menschen, die jetzt angesichts der Bohrlöcher den genauen Trassenverlauf sehen, sind erschüttert. Da sie leider nicht mehr einwendungsberechtigt sind, sollten sie stattdessen an Ministerpräsident Seehofer oder an Umweltminister Söder schreiben. Denn es stellt sich schon die Frage, wie die Zerstörung im ganzen Isengau mit dem neuen grünen Image der CSU zusammenpassen soll.

Anton Renner

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