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A94-Gegner werfen Baufirma Umweltfrevel vor

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Ortstermin an der A 94-Baustelle: Kastulus Grundner (M.) zeigte gestern mit seinem Laptop Bilder von der verschmutzten Lappach. Für Heiner Müller-Ermann (3. v. l.) und andere Mitglieder der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94 ist das ein „ökologisches Desaster“. Foto: Renner
Ortstermin an der A 94-Baustelle: Kastulus Grundner (M.) zeigte gestern mit seinem Laptop Bilder von der verschmutzten Lappach. Für Heiner Müller-Ermann (3. v. l.) und andere Mitglieder der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94 ist das ein „ökologisches Desaster“. Foto: Renner

Dorfen - Schwere Vorwürfe der A 94-Gegner: Auf der Baustelle bei Lappach werden von der bauausführenden Firma nach Beobachtungen von Anwohnern Umweltauflagen gravierend missachtet.

Bei einem Pressegespräch vor Ort präsentierte die Aktionsgemeinschaft gegen die A 94 gestern Bilder, die beweisen sollen, dass aus den 60 Meter tiefen Bohrlöchern für die Lappachtalbrücke stammende Betonschleie in den in der Nähe vorbeifließenden Bach Lappach gelangt ist. Die Schleie sei zwar in speziellen Behältern gesammelt, dann aber teilweise in den Bach geleitet worden. Die „Brühe“, wie Anwohner Kastulus Grundner betonte, hätte das Wasser im Bach total eingetrübt. „Das sieht dann aus wie Milch“, sagte Grunder. „Das Kleintierwesen in dem Bach ist kaputt“, berichtete der Anwohner von seinen Beobachtungen. Auch keine Forellen seien mehr zu sehen.

Für den Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94, Heiner Müller-Ermann, ist das ein „ökologisches Dessaster“. Die Lappach sei schließlich ein FFH-Gewässer und damit besonders schützenswert. Dabei habe selbst das Gericht bei der Festlegung der Trassenführung auf eine sensible Bauausführung zum Schutz der Umwelt gepocht.

Doch die Betonschleie ist nicht die einzige Art der Umweltverschmutzung, wie die A 94-Gegner betonten. Immer wieder seien auch quadratmetergroße Ölflecken zu sehen. Die Baufirma verharmlose dies, da es sich dabei angeblich um umweltunschädliches Schalungsöl handle. Grundner bezweifelt das. Vor einiger Zeit habe erwegen eines Ölaustritts sogar die Polizei verständigt. Die Feuerwehr habe dann anrücken müssen, um das Öl zu binden. So „harmlos“ könne das Öl also gar nicht sein, so Grundner. Die A 94-Gegner wollen jetzt die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt einschalten.

Anton Renner

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