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A94:  "Grundner ist ein Mittäter"

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Bürgermeister Heinz Grundner will sich im Streit um die A94 nicht "kriminalisieren" lassen. © Renner

Dorfen - Der Ton im Streit um die A 94 wird härter. SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann hat Bürgermeister Heinz Grundner als „Mittäter“ bezeichnet.

Ein kurzes, aber heftiges Wortgefecht haben sich im Stadtrat am Mittwochabend Heiner Müller-Ermann und Bürgermeister Grundner (CSU) geliefert. Der SPD-Stadtrat kritisierte heftig, dass im Planfeststellungsbeschuss zum A 94-Teilstück Dorfen-Heldenstein „eine einstimmige Forderung des Stadtrats völlig ignoriert wurde“. Es sei nicht, wie gefordert, festgehalten, dass es bei Dorfen „keine isolierte Freigabe der A 94“ geben dürfe. Darüber hätte der Stadtrat informiert werden müssen, beanstandete Müller-Ermann.

Zunächst schien das Geplänkel damit vorbei zu sein, zumal Achim Steiger (ÜWG) die Unterstützung der Forderung nach einer Troglösung der Bahnausbau-Bürgerinitiative empfohlen hatte. Grundner kommentierte dies: „Es ist gut, dass es Bürgerinitiativen gibt, die für etwas sind und nicht nur gegen etwas“.

Hier fühlte sich Müller-Ermann als Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die A 94 attackiert und bezeichnete den Stadtchef, der ein A 94-Befürworter ist, als „Mittäter“ beim Bau der Isental-Autobahn. Grundner wies das empört zurück. Das sei eine „Kriminalisierung“. „Gegner und Befürworter sollten sich jetzt nicht kriminalisieren“, mahnte er. Müller-Erman korrigierte daraufhin sein Aussage auf „Mitverantwortlicher“.

Dritter Bürgermeister Martin Heilmeier (LDW) sprach von einer „Inszenierung“ Müller-Ermanns und Michael Oberhofer (CSU) bat um Gesprächskultur und kein „beleidigendes Hin und Her“. Dorette Sprengel (GAL), forderte dagegen vom Bürgermeister, „die Spitzen zu lassen“. Darauf konterte Grundner: „Wer austeilt, muss auch einstecken können.“ Hermann Weingartner

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