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A94: Grundner will Dorfen zukunftsfit machen

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Dorfen - Die A 94 darf endgültig durch das Isental gebaut werden. Umweltschützer sind empört, Bürgermeister Heinz Grundner will „die Chancen nutzen“.

Für das 16 Kilometer lange Stück zwischen Dorfen und Heldenstein hat die Regierung von Oberbayern erwartungsgemäß die Baugenehmigung erteilt. Das Teilstück bildet den dritten und letzten Abschnitt der von Naturschützern und Anwohnern heftig bekämpften Trasse. Die Reaktionen auf den Planfeststellungsbeschluss sind naturgemäß konträr.

Umweltschützer sind über die Genehmigung empört. Die Regierung hat den Lärmschutz der Anwohner auf der alternativen Trasse Haag als schwerwiegender eingestuft, als die Bedenken der Umweltschützer. Heiner Müller-Ermann, der Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die Isentalautobahn, hat an die verantwortlichen Politiker appelliert, umzuschwenken. „Es ist nicht zu spät für die bessere Lösung. Wer möglichst schnell die unfallträchtige B 12 durch eine sichere und leistungsfähige Verbindung ersetzen will, muss jetzt umschwenken. Denn die Alternative ist für Mensch und Natur besser. Da sie wesentlich kostengünstiger ist, kann sie schneller realisiert werden. Und – das wichtigste – jeder fertiggestellte Abschnitt kann, anders als bei der Isentalautobahn, sofort in Betrieb genommen werden.“

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) dagegen will „die Chancen, die die A 94 bietet, nutzen“. Es gelte jetzt, „die politischen Kräfte zu bündeln“ und den Weiterbau der Autobahn zu forcieren. Gebaut werden müsse allerdings von beiden Seiten her, um zu verhindern, dass die Verkehrsverhältnisse „eskalieren“.

 Grundner will jetzt alles daran setzen, die Stadt gewerblich und wirtschaftlich so aufzustellen, „dass wir mehr als nur eine gute Verkehrsanbindung nach München haben. Dorfen muss jetzt zukunftsfit gemacht werden“, so der Stadtchef.

 Der CSU-Landtagsabgeordnete und St. Wolfganger Bürgermeister Jakob Schwimmer sieht in dem Beschluss ein „sichtbares Zeichen“ dass die Bedenken von Schwindkirchen zerstreut sind. Mit Sicherheit werde die A 94 jetzt von zwei Seiten her durchgebaut. Und Schwimmer ist auch sicher, dass der Zeitplan eingehalten wird – und 2018 die Autobahn fertig sein wird.

Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl (CSU) sagte, man müsse jetzt mit der Autobahn leben „und das beste daraus machen“. Es gelte, „positiv in die Zukunft zu blicken“.

Anton Renner

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