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A94-Lückenschluss: 2012 werden die ersten Brücken gebaut

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Dorfen - Es ist zwar noch nicht der offizielle Startschuss, doch beim Weiterbau der A 94 beginnt die Autobahndirektion ab heute mit Vorarbeiten.

Noch steht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig aus, das die A 94-Gegner wegen der richterlichen Entscheidungen in Bayern angerufen haben. Trotzdem beginnt die Autobahndirektion Südbayern heute mit der Erkundung der archäologischen Gegebenheiten im A 94-Abschnitt zwischen Pastetten und Dorfen.

 „Die Arbeiten sind erforderlich, um mögliche Bodendenkmäler vor dem Beginn der Bauarbeiten zu sichern“, begründet der zuständige Sachgebietsleiter Christian Rehm von der Autobahndirektion. Die Erkundungen in Form von bauvorgreifenden Sondagen beschränkten sich zunächst aber auf den Bereich mehrerer geplanter Brückenbauwerke zwischen Lengdorf und Lappach. Ab Mitte 2012 soll dort mit dem Bau der Brücken bei Kopfsburg und Badberg sowie bei Haidvocking begonnen werden. Diese Brücken sind für den eigentlichen Bau der Autobahn notwendig, um bei den Bauarbeiten die vorhandenen Verkehrswege nicht zu stark zu beeinträchtigen.

Für den Fall, dass Bodendenkmäler entdeckt werden, will die Autobahndirektion entsprechende Maßnahmen zu deren Schutz treffen beziehungsweise die fachgerechte Freilegung, Ausgrabung und Dokumentation der Funde veranlassen. Die Arbeiten werden unter der fachlichen Aufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege durchgeführt.

Die Autobahndirektion hat übrigens keinen Zweifel daran, dass die Klage der A 94-Gegner auch in Leipzig abgeschmettert wird. Und der A 94-Lückenschluss zwischen Pastetten und Heldenstein soll schnell vollzogen werden. In nur vier Jahren könnte das geschehen, so Rehm – vorausgesetzt, die benötigten Finanzmittel werden dafür auch komplett bereitgestellt. Spätestens 2018 jedoch soll die A 94 durchgehend fertiggestellt sein.

 Im Haushaltsentwurf 2012 hat der Bund 40 Millionen Euro eingestellt. Damit stehen die Geldmittel zur Verfügung Grundstücke zu kaufen und mit ersten Baumaßnahmen zu beginnen. Ab 2014 würden zum Weiterbau jährlich rund 80 Millionen Euro benötigt.

Das sind enorme Summen. Und das ist auch noch die „hauchdünne Chance“, an die sich die A 94-Gegner klammern: Dass die Autobahn schlichtweg nicht finanziert werden kann. Anton Renner

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