Treffen in Berlin: Verkehrsminister Peter Ramsauer (2. v. l.) im Dialog mit Kommunalpolitikern aus vier Landkreisen. Foto: fkn

A94: Ramsauer für raschen Baufortschritt

Erding - Der Bau der A 94 durchs Isental muss schnell und für die Anrainer möglichst verträglich erfolgen.

Mit dieser Forderung sind am Donnerstag Bürgermeister aus vier Landkreisen bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in Berlin vorstellig geworden. Den Termin hatten die CSU-Bundestagsabgeordneten Max Lehmer (Erding) Stephan Mayer (Altötting) eingefädelt. Auch ihr SPD-Kollege Ewald Schurer sowie Finanz-Staatssekretär Hartmut Koschyk nahmen teil.

Ramsauer sicherte zu, den Weiterbau der A 94 „zügig voranzubringen“. Wo Baurecht besteht, solle rasch angefangen werden. Ramsauer zeigte sich erfreut, dass darüber auch im Dorfener Stadtrat nun Einigkeit bestehe.

Die Kommunalpolitiker trugen ihre Sorge vor, dass bei der Verkehrsfreigabe von Teilabschnitten die Gemeinden an den neuen Ausfahrten im Verkehr zu ersticken drohten. Besonders aus dem Raum Dorfen wurden Befürchtungen laut. Der Minister sicherte zu, „dass die Abschnitte aufeinander abgestimmt in Betrieb genommen werden“. Damit reagierte er vor allem auf die Einlassung des Dorfener Bürgermeisters Heinz Grundner. Er warnte vor einer Überforderung der Ortschaft Schwindkirchen sowie der Staatsstraße 2084. Dies könne man nur verhindern, wenn die Abschnitte Heldenstein - Dorfen sowie Dorfen - Pastetten zeitgleich unter Verkehr gesetzt werden. Ramsauer, berichtet Grundner, habe die Begebenheiten und damit die Probleme gekannt.

Pastettens Rathauschefin Cornelia Vogelfänger wies darauf hin, „dass bei uns ab heuer der gesamte Verkehr rollen wird“. Sie bat Ramsauer zu prüfen, inwieweit vor allem der Schwerverkehr davon abgehalten werden könne, die ohnehin schon überlasteten und sich in schlechtem Zustand befindlichen Staatsstraßen - in erster Linie geht es um die St. 2331 Erding-Hohenlinden - zu nutzen. „Mein Eindruck war, dass dieses Problem in Berlin bekannt ist und bereits diskutiert wird“, so Vogelfänger. Das Treffen sei gut und richtig gewesen, auch wenn viele Probleme natürlich bleiben“.

Zur Sprache kam auch der Schienenausbau nach Südostbayern. Ramsauer berichtete, dass die Finanzierung des Abschnitts Altmühldof - Tüssling gesichert sei. 2013 solle der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. Ein Teil der Kosten wird aus dem neuen Topf „Finanzierungskreislauf Schiene“ genommen.

(Hans Moritz)

Auch interessant

Kommentare