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Zwei Bienenvölker leben auf dem begrünten Dach des bayerischen Umweltministeriums am Arabellapark. Umweltministerin Ulrike Scharf setzt sich für den Fortbestand der für den Menschen so lebenswichtigen Insekten ein.  

Aktion Blumenwiese 

Tankstellen für unsere Bienen

Es ist ein Stück Natur, das Sie da heute als Beilage in Ihrer Zeitung finden. Denn: In diesem grünen Umschlag steckt eine kleine Blumenwiese.

LandkreisDas Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz will zusammen mit Münchner Merkurund tz für mehr Grün sorgen. Deshalb haben wir der Zeitung einen so genannten Saatteppich beigelegt: ein Vlies, in das viele Samenkörner eingearbeitet sind. Das können Sie auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse in einen Blumentopf pflanzen – und sich dann über eine kleine bunte Blumenwiese freuen, die dort wachsen wird.

Die Samen sind mit Bedacht ausgewählt: Es handelt sich um Blumen, die als wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge dienen. So tun Sie, liebe Leser, etwas dafür, den Bienen zu helfen, die es mittlerweile sehr schwer haben. Das Mitmachen ist ganz einfach:

-Nehmen Sie den grünen Umschlag aus Ihrer Zeitung, reißen Sie ihn auf.

-Nehmen Sie den Saatteppich aus dem Umschlag und ziehen Sie die bedruckte Seite ab.

-Legen Sie den weichen Teppich auf die Erde (etwa in einen Blumentopf, Blumenkasten oder auf den Gartenboden).

-Bedecken Sie den Teppich leicht mit Erde und gießen Sie kräftig an.

-Wählen Sie einen sonnigen Standort und halten Sie den Teppich während der Keimung feucht.

-Freuen Sie sich auf Ihre kleine Blumenwiese.

Das Grußwort der Ministerin

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf unterstützt die Aktion. Sie schreibt: „Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass es immer weniger Bienen gibt? So auffällig ist das Insektensterben bereits, dass man es bei einem Spaziergang durch die Natur selbst feststellen kann. Sie werden kaum noch Bienen summen hören.

Helfen deshalb auch Sie mit: Schaffen Sie kleine Nektar-Tankstellen für unsere Bienen! Ich freue mich, dass wir heute gemeinsam mit der tz und dem Münchner Merkur tausende Saatteppiche zu Ihnen nach Hause bringen können. Pflanzen Sie damit Ihren eigenen ,kleinen Stadtgarten‘ mit Blumen, und bringen Sie gleichzeitig Farbe in den Alltag. Geben Sie den Bienen ausreichend Nahrung in der Nähe ihrer Nistplätze. Auch Nisthilfen aus Holz helfen den kleinen Helden des Artenschutzes.

Bienen sind für die Bestäubung zahlreicher Pflanzen unersetzlich. Ohne Bienen gibt es kein Obst. Rund 80 Prozent der heimischen Pflanzen werden durch Wild- und Honigbienen bestäubt. Ein Drittel unserer Nahrungsmittel hängt von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten ab. Jedes dritte Nahrungsmittel!

Die Arbeit der kleinen Helfer ist nicht zu ersetzen: Eine Studie schätzt den wirtschaftlichen Nutzen durch bestäubende Insekten wie Honigbienen und Wildbienen sowie der Hummel in Europa pro Jahr auf 14,6 Milliarden Euro. ,Stirbt die Biene, stirbt der Mensch‘, stellte deshalb schon Albert Einstein fest. Gerade Wildbienen sind besonders fleißige Bestäuber.

Weil es aber nicht mehr genug Bienen gibt, müssen in anderen Ländern bereits drastische Maßnahmen ergriffen werden. So werden etwa in den USA zur Mandelblüte mehrere Milliarden Bienen mit Lastwagen zu ihren Einsatzorten gefahren. In China müssen manche Landwirte ihre Pflanzen sogar bereits per Hand bestäuben.

So weit darf es bei uns nicht kommen. Das Umweltministerium setzt auf vielfältige Maßnahmen, um den Bestand wild lebender Insekten zu sichern. Mit Fördermitteln von jährlich rund 40 Millionen Euro werden in Bayern etwa 85 000 Hektar Flächen naturnah bewirtschaftet. Außerdem habe ich die Aktion ,Natur in der Stadt‘ ins Leben gerufen. Daran beteiligt sich auch die Stiftung Mensch und Umwelt mit ,Bayern summt!‘ – genauso wie das Umweltministerium: Zwei Bienenvölker leben auf dem Gründach des Ministeriums am Arabellapark. Etwa 100 000 Bienen produzieren dort Honig, pro Jahr etwa 60 Kilogramm.“

Liebe Leser!

Mögen Sie uns zeigen, wie schön Ihr Saatteppich wächst? Dann schicken Sie uns ein Foto Ihrer Blumenwiese per E-Mail an redaktion@erdinger-anzeiger.de.

von Uli Heichele

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