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Aktionsgemeinschaft gegen A 94: Landrat spielt sich als Retter der Bauern auf

Erding - Auf heftige Kritik ist Landrat Martin Bayerstorfer bei der Aktionsgemeinschaft gegen die Isental-Autobahn gestoßen.

Er fordert nach dem höchstrichterlichen Urteil des Bundesverwaltungsgerichtshofes einen raschen Weiterbau der A 94, um ein Verkehrschaos zu verhindern, wenn das Teilstück bis Pastetten fertig ist.

Heiner Müller-Ermann, Sprecher der Aktionsgemeinschaft gegen die Isental-Autobahn, bezeichnet Bayerstorfers Argumentation als „ebenso durchsichtig wie falsch“. Müller-Ermanns Ansicht nach nehme für die Hörlkofener zwar der Durchgangsverkehr zu, sollte der erste Abschnitt bis Pastetten fertiggebaut werden. „Die wirkliche Verkehrshölle bekommen die Hörlkofener und andere aber erst, wenn die A 94 auf der Isentaltrasse durchgängig befahrbar ist.“ Denn dann soll laut Planfeststellungsbeschluss der gesamte Flughafenverkehr aus dem südostbayerischen und österreichischen Raum eben genau über diese Ausfahrt Pastetten nach Norden durch Hörlkofen über Erding zum Flughafen fahren.

Im übrigen würde der Bau der gesamten Isental-Autobahn unerträgliche Belastungen für die Ortschaften mit sich bringen, so Müller-Ermann. Denn über die Bauzeit dürfe man sich keine Illusionen machen: „Die 28 Kilometer bei Mühldorf, ausschließlich im flachen Land, haben elf Jahre gedauert. Was das für die 40 Kilometer mit Hangtrasse und vielen Großbrücken bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen. Je nachdem, wo die A 94 dann gerade endet, würde ein unerträglicher Verkehrsstrom durch enge Ortsdurchfahrten wie Lengdorf, Isen oder Schwindkirchen fließen, um nur einige zu nennen.“

Was Müller-Ermann besonders ärgert: „Es ist schon mehr als zynisch, wenn sich der Landrat nun noch zum Retter der Bauern vor der Enteignung aufspielt. Denn was derzeit in Pastetten stattfindet, ist eine Enteignung.“ Schließlich hätten die Betroffenen jahrzehntelang dem Freistaat klar gemacht, dass sie nicht freiwillig verkaufen. Sie hätten jahrelang vor Gericht gegen die Enteignung gekämpft. „Nun werden sie im Rahmen der ‚Besitzeinweisung‘ enteignet. Da wir nicht in der früheren DDR leben, gibt es dafür natürlich eine Entschädigung beziehungsweise Ersatzland“, so Müller-Ermann. (zie)

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