Größenvergleich: Ein Mensch wirkt neben dem Allosaurus im Urzeitmuseum klein. Foto: fkn

Ein Allosaurus begeistert Museumsbesucher

Taufkirchen - Das größte Dino-Skelett in Südbayern, ein Allosaurus, ist im Urzeitmuseum eingetroffen.

Während im Gebiet des heutigen Altmühltales vor etwa 145 Millionen Jahren (Oberjura) der Urvogel Archäopteryx durch die Lüfte flog, beherrschte in Nordamerika und auch im heutigen Südeuropa der Fleischfresser Allosaurus fragilis das Tierleben an Land. Er wurde im Durchschnitt neun Meter lang und konnte eine Körperhöhe von fast vier Metern erreichen.

Paläontologen sind sich nicht einig, ob er im Rudel Jäger war oder Aasfresser. Er wog ein bis zwei Tonnen, war wohl auf den Hinterbeinen bis zu 40 Stundenkilometer schnell und hatte kurze, aber kräftige Arme mit dreifingerigen Händen und scharfen Krallen. Er war ein würdiger Vorfahre des berühmten T-Rex, der am Ende der Saurierzeit vor 70 bis 65 Millionen Jahren lebte.

1993 wurde das Skelett eines Allosaurus fragilis, der den Namen „Genni“ erhielt, in Utah/USA gefunden, freipräpariert und schließlich 1996 im Paläontologischen Museum der Universität Neapel/Italien auf- und ausgestellt. Ein Replik vom Original hat den Weg über Triest und Stuttgart in das Urzeitmuseum Taufkirchen gefunden und ist ab sofort als eine sehr beeindruckende Bereicherung in der Saurier-Halle zu sehen.

Der Allosaurus in Taufkirchen ist 8,50 Meter lang und in seiner Körperhaltung fast drei Meter hoch - eine „uralte“ Neuheit zumindest in Südbayern und wohl das größte Saurier-Skelett in Bayern. Der Anblick dieses Raubsauriers lässt erahnen, warum es uns Menschen auf dieser Welt nicht gäbe, wenn die Dinosaurier das irdische Leben noch beherrschen würden, wie sie es etwa 160 Millionen Jahre konnten.

Das Urzeitmuseum ist samstags von 13 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. (ar)

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