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Ein Stück sicherer wird die B 388 zwischen Altenerding (oben) und Bergham (links unten). Die Kreuzung bekommt eine weitere Auf- und Abfahrt (grün schraffiert).

Gefährliche McDonald's-Kreuzung in Altenerding

B388 bekommt neue Anschlussstelle

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Altenerding - Im Süden der Stadt Erding wird ein Unfallschwerpunkt entschärft

Diese Kreuzung hat der Teufel gesehen: Immer wieder müssen Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zum Knoten der Staatsstraße 2082 (Münchener Straße/Schlossallee) mit der B 388 Taufkirchen – Ismaning ausrücken. Der Bereich ist als McDonald’s-Kreuzung besser bekannt. Die Ampel für die Entschärfung ist nun endgültig auf Grün gesprungen. Dies berichtete am Donnerstag Alexandra Weichenrieder aus dem Bauamt im Verkehrsausschuss des Stadtrats. Für mindestens fünf Millionen Euro – die Baukosten, die allerdings aus dem Jahr 2009 stammen, teilen sich Stadt, Land und Bund – wird der gesamte Bereich komplett umgebaut und ertüchtigt. Das Ziel ist, dass künftig kein Auto mehr über die Gegenfahrbahn abbiegen muss.

Bereits im Oktober 2012 hatte der Stadtrat das Vorhaben des Straßenbauamtes München abgesegnet. Zwei Jahre später erließ die Regierung von Oberbayern den Planfeststellungsbeschluss. Weichenrieder teilte nun mit, dass dagegen keine Klagen erhoben worden seien. „Damit steht für dieses Projekt Baurecht.“

Die bestehende Auffahrt von der Staats- zur Bundesstraße bleibt unverändert. Allerdings wird an der Einmündung der Robert-Koch-Straße ein Kreisverkehr gebaut, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Auf der nördlichen Seite der Bundesstraße wird der Radweg verlegt, so dass Radler nicht mehr die Einmündung queren müssen.

Die größte Veränderung vollzieht sich südlich der Bundesstraße: Hier wird eine komplett neue Anschlussstelle zur Schlossallee mit Aus- und Einfädelspur gebaut. Wer in Richtung Taufkirchen fährt und auf Höhe des Gewerbegebiets Erding-Südwest ausfahren will, muss nicht mehr links abbiegen, sondern kann ohne Stopp bis zur Schlossallee fahren. Auch das Auffahren in Richtung Taufkirchen wird erleichtert. Es muss auch niemand mehr auf der Bundesstraße stehen bleiben, um links abzubiegen. Die beiden Fahrspuren der B 388 werden baulich voneinander getrennt, um ein Überholen oder unerlaubtes Abbiegen zu vermeiden. Deswegen kommt es an dieser Stelle immer wieder zu schweren Kollisionen.

Weiter informierte Weichenrieder, dass im Süden der B 388, auf der freien Fläche bis Bergham, gemäß Flächennutzungsplan irgendwann ein Allgemeines Wohn- sowie ein Mischgebiet entstehen könnten. Im Zuge des Kreuzungsumbaus habe man erwogen, die neuen Siedlungsflächen wiederum mit einem Kreisel an die B 388/Schlossallee anzubinden. Das Staatliche Bauamt habe jedoch mitgeteilt, dass das nicht erforderlich sei. Die Erschließung könne über die Schlossallee erfolgen.

Der Flächenbedarf für die Entschärfung der Kreuzung beträgt ohne Kompensationsflächen 4,5 Hektar. Knapp ein Hektar muss dabei neu versiegelt werden.

Laut Weichenrieder arbeitet das Staatliche Bauamt aktuell an der Ausführungsplanung. Rodungen und archäologische Untersuchungen seien fürs Jahresende vorgesehen. Erste Schüttungen stehen 2017 an. Die Bauzeit werde in etwa zwei Jahre betragen.

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