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In ihren Ämten bestätigt wurden die Vorständler (v. l.) Josef Schauer, Robert Angermaier, Jakob Neumeier, Franz Gruber, Erwin Nominacher, Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger, Rainer Fleck und Johann Sellmaier.

Innungsversammlung 

Bäcker plagen Nachwuchssorgen

Altenerding – Dass es die Bäcker derzeit nicht leicht haben, wurde in der Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung im Gasthaus Adlberger in Altenerding deutlich. Sie klagten über zahlreiche Probleme. Doch der Vorstand zeigte Kampfgeist und ließ sich für drei weitere Jahre wählen.

„Ziemlich bedenklich“ sieht es laut Angela Albertz, Fachbetreuerin für Nahrung an der Berufsschule Freising, bei der Ausbildung im Bäckerhandwerk aus. Während im Schuljahr 2015 noch 18 Bäcker und Verkäufer ihre Lehre abgeschlossen hätten, seien im aktuellen Jahr lediglich 13 Personen vertreten. Die Klassen würden zudem größtenteils aus künftigen Bäckereifachverkäuferinnen bestehen. Nur ein kleiner Teil wolle das Bäckerhandwerk erlernen. „In der jetzigen zwölften Klasse haben wir acht Verkäuferinnen und fünf Bäcker, in der elften Klasse sind es nur vier Bäcker“, bedauert Albertz. „Das sind äußerst bedenkliche Zahlen.“

Dass über diese Schwierigkeiten nicht nur Backwarenhersteller klagen, ergänzte Kreishandwerksmeister Rudolf Waxenberger. „Die Probleme gibt es nicht nur bei den Bäckern, die herrschen im Handwerk allgemein.“ Dennoch hätten die Bäcker momentan wohl die schlechteste Karte gezogen, denn sie müssen mehr denn je gegen Großkonzerne ankämpfen.

Innungsobermeister Franz Gruber nutzte die Jahreshauptversammlung, um seinen Kollegen ins Gewissen zu reden. „Jede fünfte Breze in Bayern überschreitet den Aluminiumgrenzwert von zehn Milligramm pro Kilo. Alubleche sind mittlerweile zwar verboten, aber gelöst ist das Problem nicht.“ Gruber riet, das Metall komplett zu verbannen. „Außerdem hoffe ich, dass jeder eine Allergenkennzeichnung hat, auch wenn eigentlich keiner danach fragt“, betonte Gruber. Die Innungsmitglieder hoffen darauf, auch künftig keine Nährwertangaben machen zu müssen. „Das würde einen Haufen Arbeit bedeuten“, begründete Gruber.

Vorerst kommt auf viele Bäckereiinhaber ein anderer Arbeitsschritt zu. Bis zum 31. Dezember müssen alle alten Registrierkassen durch elektronische Systeme ersetzt werden, sonst droht ein hohes Bußgeld. „Ich empfehle euch, nicht unbedingt die teuersten Exemplare zu kaufen, da tun es ganz günstige auch“, sagte Gruber. Trotz der Probleme vertrauen die Bäcker ihrem Vorstand. Er wurde im Amt bestätigt. Franz Gruber bleibt Obermeister. Unterstützen wird ihn Josef Schauer. Robert Angermeir, Jakob Neumeier und Josef Sellmeier ergänzen das Gremium. Den Gesellenprüfungsausschuss bilden Lehrlingswart Robert Angermeier, Franz Gruber und Jakob Neumeier. Angermeier und Gruber sind im Ausschuss für Berufsbildung tätig. Rainer Fleck und Erwin Nominacher prüfen die Rechnungen.

Julia Adam

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