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Der Tatort: Monika Häusler vor dem Bienenhaus nahe Itzling. Der oder die Täter hatten das Fenster rechts eingeschlagen. Im Inneren ließen sie Pyrotechnik explodieren. Die Polizei fand zudem mehrere mysteriöse Einschussstellen.

In einem Wald bei Itzling 

Böller explodiert im Bienenhaus

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Itzling/Altenerding - In einem Wald bei Itzling ist ein Bienenhaus Zielscheibe von Zerstörungswütigen geworden. Es grenzt an ein Wunder, dass den 14 Völkern nichts passiert ist. Die Polizei ermittelt.

Hans Häusler traute seinen Augen nicht, als er am Mittwochmorgen zu seinem Bienenhaus im Wald südwestlich von Itzling kam. Eine Scheibe war eingeschlagen. Als er die Tür aufsperrte, schlug dem Imker der typische Geruch von Feuerwerk entgegen. Der Teppich war angesengt, auf dem Boden lagen Scherben, Schranktüren standen offen.

Dem Altenerdinger war sofort klar: Hier waren Zerstörungswütige am Werk. Sofort sah er nach den Bienenvölkern. Sie waren unversehrt. Als sie wenig später wie üblich ausflogen, war dem Rentner, der mehrere Bienenstände unter anderem in Wartenberg und Moosinning besitzt und insgesamt 50 Völker betreut, klar: Zumindest die Bienenzucht hatte nichts abbekommen.

Häusler alarmierte die Polizei. Die Beamten fanden an abgelegener Stelle einen abgebrannten Knallkörper – ein paar Meter vom Haus entfernt. Über den Einfluglöchern lagen Scherben. Über sie müssen der oder die Täter ins Innere gelangt sein.

Dort passierte etwas, was den Fahndern Rätsel aufgibt. In den Scheiben fanden sie rund 20 so genannte Prellmarken, also Einschussstellen. Die Projektile hatten die Fenster aber nicht zum Bersten gebracht, sondern kreisrunde Stellen hinterlassen. Monika Häusler vermutet, dass hier mit einer Gaspistole herumgeballert worden sein könnte.

Aber wer macht so was? Weder die Häuslers noch die Polizei haben Anhaltspunkte. Im besten Fall war es der dumme Streich von Kindern oder Jugendlichen. Die Häuslers haben nicht allzu große Hoffnung, dass die Täter gestellt werden. „Dennoch sind wir der Meinung, dass dieser Fall an die Öffentlichkeit gehört“, sagt Hans Häusler. „Denn wäre der Boden trockener gewesen, hätte sich hier völlig unbemerkt ein verheerender Waldbrand ausbreiten können.“ Häusler weiß, wovon er spricht. Er war jahrzehntelang aktiver Feuerwehrmann in Altenerding. Seine Frau fügt an: „Im Fokus wären dann erst einmal wir selbst gestanden. Denn wenn wir die Imkerpfeifen anstecken, dann hantieren wir mit offenem Feuer.

Für Häuslers ist die Imkerei schon seit Jahren viel mehr als ein Hobby. Sie verkaufen Honig und Wachsprodukte im eigenen Geschäft in Altenerding, sind auf dem Erdinger Bauernmarkt vertreten und beteiligen sich auch sonst an regionaler Vermarktung. Deswegen wissen sie: Hätte die Explosion den Völkern geschadet, stünden sie vor noch schlechteren Perspektiven. Das aktuelle Wetter, erklärt Hans Häusler, sei eine Belastung. Die erste Schleuder Blatthonig sei mager ausgefallen. „Schauen wir mal, was der Waldhonig macht“, gibt er sich zuversichtlich. Dessen Ertrag wird auch davon abhängen, wie gut die Varroa-Milbe in den Griff zu bekommen ist. Monika Häusler fürchtet, dass der Schädling heuer wieder viel Ärger machen wird – wegen des milden Winters.

Hans Moritz

Hinweise

zu den Tätern von Itzling erbittet die Erdinger Polizei unter Tel. (0 81 22) 96 80.

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