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Nicht nur die Hymne der Champions League intonierte die Chorgemeinschaft Altenerding voller Kraft und Musikalität. 

„Power & Glory“ – Musik zwischen Himmel und Erde

Chorgemeinschaft Altenerding präsentiert Stücke voller Kraft

Am Sonntagabend trat der Altenerdinger Chor in der Pfarrkirche Mariä Verkündigung auf und bescherte ein himmlisches Konzert.

AltenerdingStanding Ovations und frenetischen Beifall bekamen der Altenerdinger Chor unter der Leitung von Franz Maier sowie die Sopranistin Ira Maria Scholz am Sonntagabend in der Pfarrkirche Mariä Verkündigung in Altenerding. Verdientermaßen. Und: „Das war kein Höflichkeitsapplaus“, freute sich auch Chorleiter Maier über die Begeisterung der zahlreichen Zuhörer. Immerhin war das Kirchenkonzert in Altenerding nahezu ausgebucht. Die Besucher konnten sich gleich über zwei Zugaben freuen und kamen somit über 90 Minuten in den Genuss himmlischer Klänge – ein wahres Highlight der Kirchenmusik.

„Power & Glory“ nannte die Chorgemeinschaft Altenerding ihre Aufführung. Und gleich zu Beginn des Konzertes spürte das Publikum die Kraft von Sängern und Stücken. Denn Georg Friedrich Händels „Wassermusik“ klang als Erstes durch das Kirchenschiff. Sein wohl berühmtestes Werk wurde ursprünglich für die königliche Schifffahrt auf der Themse kombiniert.

Champions-League-Hymne in der Originalversion

Generell wählte der Dirigent und Kirchenmusiker Maier Stücke, die für Könige und Kaiser kombiniert wurden. Weltliche Herrlichkeit im göttlichen Kontext war dann auch die Krönungshymne „Zadok the Priest“. Händel komponierte diese Hymne anlässlich der Krönung von George II. im Jahr 1727.

Keine Frage, der Zuhörer erkannte schnell die Klänge des Lobgesangs, schließlich wurden das Stück auch zur Hymne der Champions League gewählt. Doch Fußballfans ist meist nur der Anfang der Coronation Anthem, der Königshymne, bekannt – der erste Ausschnitt des ersten Teils, abgemischt mit Orchesterklängen. Die Chorgemeinschaft Altenerding präsentiert allerdings „Zadok the Priest“ in Originalversion.

Moderne Kirchenmusik zum Abschluss

„Dieses Stück wollte ich schon immer mal aufführen“, sagte Maier. Im Grunde sei es einfach zu interpretieren und zu singen, überzeuge aber durch Klanggewalt. Ebenso wie Joseph Haydns „Te Deum“, ein großartiges Spätwerk des Komponisten, das er Kaiserin Maria Theresia gewidmet hatte.

Sopranistin Ira Maria Scholz faszinierte mit Arien von Vivaldi, Cimarosa und Weber. Auch hier spiegelte sich die Thematik des Konzertes wieder: Musik mit ganz viel Power and Glory – für König und Kaiser komponiert und virtuos von der Solistin vorgetragen. Besonders viel Applaus gab es für ihre Interpretation von Cimarosa, bei der Oboe und Trompete sie begleiteten.

Bei der Zugabe brillierte der Chor erneut, überraschte mit zeitgenössischer Musik des Norwegers Ola Gjeilo. Was sich wie Filmmusik anhörte, war Kirchenmusik, wenn auch moderne.

Michaele Heske

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