Bundestag beschließt Pkw-Maut

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Ein Nadelöhr im Straßennetz der Großen Kreisstadt: die Wasserwerkkreuzung in Altenerding.

Wasserwerkkreuzung Altenerding 

Grüner Pfeil gestrichen: Linksabbieger sehen rot

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Altenerding – Auch wer keine Kinder hat, hat am Dienstag bemerkt, dass die Schule wieder begonnen hat: Erding erstickte am frühen Morgen im Verkehr. Ab jetzt heißt es ab 7.30 Uhr, wieder deutlich mehr Zeit einzuplanen.

Zu einem besonders heiklen Nadelöhr hat sich die Wasserwerkkreuzung in Altenerding entwickelt. Ein Eingriff der Sicherheitsbehörden in die Ampelschaltung bringt einige Pendler zur Verzweiflung.

Üblicherweise verfügt die Wasserwerkkreuzung über längere Grünphasen für Linksabbieger. Davon profitieren vor allem Autofahrer, die auf der Münchener Straße stadtauswärts fahren und nach links in Richtung Altenerding abbiegen wollen.

An zwei Stunden am Tag gilt diese Praxis nicht – ausgerechnet in der Zeit, in der auf einer der größten Ausfallstraßen der Stadt am meisten los ist: morgens von 7.30 bis 8.30 und mittags von 12.30 bis 13.30 Uhr. Dann gibt es für die Linksabbieger von der Münchener Straße keine eigene Grünphase.

Mit happigen Folgen: Vor allem in der Früh schafft es pro Grünphase teilweise nur ein Auto, abzubiegen. Wer vor der Ampel bis zu acht Minuten vertrödelt hat, steht danach oft noch einmal vier Minuten vor den geschlossenen Bahnschranken. Dabei handelt es sich um eine wichtige Zufahrt zu mehreren Kindergärten und zwei Grundschulen (Carl-Orff und Ludwig-Simmet-Anger).

Böse Zungen behaupten, die Stadt wolle auf diese Weise die Nutzung der verkehrsberuhigten Ortsdurchfahrt von Altenerding (Bahnhof- und Ardeostraße) so unattraktiv wie möglich machen. „Sicher nicht“, kontert Günther Pech, Sprecher der Stadt Erding auf Anfrage, „das Gegenteil ist richtig“. Das Ordnungsamt habe auf Anraten der Polizei die Änderung vorgenommen – bereits im Juli vorigen Jahres. „Es geht darum, den Verkehr zu verflüssigen, der von der Therme kommt, um nach links auf die Münchener Straße abzubiegen“, sagt Pech. Dort liegen die beiden Realschulen und das Anne-Frank-Gymnasium.

„Morgens und mittags ist der Verkehr in diesem Bereich größer“, so der Stadtsprecher. Grüne Pfeile würden für noch längere Staus auf den Hauptrouten sorgen. Pechs Rat: „Wer kann, sollte gerade morgens andere Wege nehmen.“

Bodo Urban, stellvertretender Leiter der Erdinger Polizei, bestätigt Pechs Angaben. Der Hauptkommissar weist auf ein grundsätzliches Problem hin: „Vor allem die Wasserwerkkreuzung ist unterdimensioniert. Bevölkerung und Verkehr nehmen seit Jahren zu. Das Straßennetz ist aber das gleiche.“

Das treibt auch andere um: So tun sich die Einsätzkräfte der Feuerwehr Altenerding zunehmend schwer, im Einsatzfall erst zum Gerätehaus zu gelangen und danach von dort zur Unglücksstelle.  ham

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