Hambacher Forst: Nach Tod des Journalisten fordern Aktivisten sofortigen Abbruch des Einsatzes

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Zahlreiche Verletzte mussten bei der Großübung im Saunabereich der Erdinger Therme versorgt werden. Gleichzeitig galt es einem Großbrand Einhalt zu gebieten. Beides war auch logistisch eine Herausforderung für die 265 Retter.

Katastrophenschutzübung mit 265 Rettern

Flammen-Hölle im Thermen-Paradies

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Erding - Beängstigend realitätsnah war eine Katastrophenschutzübung am Dienstagabend in Erding: Feuer in der Therme! Für 265 Einsatzkräfte zahlreicher Feuerwehren, Rettungsorganisationen und der Polizei lief ein – simulierter – Großeinsatz in der Sauna an.

Die Übung unterlag strengster Geheimhaltung. Nur ein Dutzend Organisatoren der Rettungsorganisationen und der Therme wussten Bescheid, was sich kurz nach 19 Uhr in der weltgrößen Saunalandschaft abspielen würde. Am Ende waren es 265 Einsatzkräfte mit 63 Fahrzeugen, für die eigens die alte Bundesstraße zur Therme gesperrt werden musste.

Kurios: Um ein Haar wäre die Simulation der Realität zum Opfer gefallen. Denn wenige Minuten vor der Alarmierung war die einsatzleitende Altenerdinger Feuerwehr tatsächlich gefordert: Bei einer Biogasanlage in Itzling war ein öliger Film auf einem Gewässer aufgefallen - was sich als Fehlalarm entpuppte.

Wie es so oft passiert, löste wenig später in der Therme ein Brandmelder aus. Wie so oft schickte die Integrierte Leitstelle die Feuerwehren Erding und Altenerding zur Thermenallee. Alles sah nach Routine aus. Damit war es rasch vorbei. Nur wenige später war erneut der Leitstellen-Disponent am Funk und erhöhte auf Alarmstufe 5: „Brand in der Therme. Personen in Gefahr.“

Daraufhin rückten neben Altenerding und Erding auch die Wehren Langengeisling, Niederding, Aufkirchen, Oberding und Markt Schwaben aus, dazu Einheiten des BRK-Rettungsdienstes und der Bereitschaften sowie Notärzte, Führungskräfte des Katastrophenschutzes und der Kreisbrandinspektion. Auch die Polizei war vertreten – mit einem Hubschrauber.

Großalarm bei Therme Erding - Feuerwehr übt Ernstfall

Zum Szenario berichtet Marco Neueder, der sowohl bei der Altenerdinger Feuerwehr als auch als Technischer Leiter bei der Therme ist: „Es handelte sich um eine Verpuffung im Keller einer Sauna, der ein Großbrand folgte. Die Flammen griffen auch auf das Reetdach der Sauna und benachbarte Gebäude über.“ Die Explosion, so Neueder, sei so stark gewesen, dass es Tote und viele Verletzte gegeben habe. „Sinn der Übung war, dass sich die vielen Einsatzkräfte im Chaos schnell einen Überblick verschaffen, Lösch- und Rettungsarbeiten koordiniert sowie gleichzeitig Verletzte versorgt, die Flammen erstickt und giftige Dämpfe abgesaugt werden“, so Neueder. Die Simulation sei ein Erfolg gewesen. „Zugleich konnten wir von der Therme sehen, ob unsere Sicherheitsvorkehrungen greifen und unsere Alarmpläne stimmen.“

Dass Großübungen in der Therme Erding Sinn machen, beweist die Realität. Vor ziemlich genau fünf Jahren war es zu einem plötzlichen Gasaustritt gekommen. Zahlreiche Besucher litten damals unter Atemwegsreizungen. Hier war ein echter Großeinsatz erforderlich. Pikant damals: Die gesamte Führungsriege des Katastrophenschutzes befand sich auf einer Fortbildung – weit weg vom Unfallort. Ende 2001 brannte die Rosensauna völlig aus. Dabei wurde jedoch niemand verletzt.

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