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Echte Talente: die Schauspielgruppe (hinten v. l.): Alexandra Bauer (Studentin), Mite Gorgiev, Jovan Mladenovski, Michelle Unverricht, Sarah Bölsterl, Leila Maghrebin und Katharina Rieger sowie (vorne v. l.): Bernhard Krämer, Niklas Heilmeier, Alexandra Thalmeier und Johanna Herrling.

Mittelschule Altenerding 

Mord-Ermittlungen bei Gurkensalat und Vanilleeis

Altenerding – Wer ist der Täter? Die Auflösung dieser Frage stand am Ende einer aufregenden Woche und eines spannenden Krimi-Dinners in der Klasse 6 b der Mittelschule Altenerding. Die Idee dazu hatte Studentin Alexandra Bauer im Rahmen ihrer Zulassungsarbeit an der Universität München. Sie arbeitet derzeit als Praktikantin an der Schule. Klassenlehrerin Antje Dürr stellte ihre Klasse zur Verfügung. Grundlage für das Projekt war das Buch „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley.

Die Handlung des Buches wurde nicht aufgegriffen, es wurden eigene Zusammenhänge von den Schülern erfunden. Bauer entnahm lediglich ein paar Textstellen, die den Schülern helfen sollten, eigene Dialoge zu schreiben und Hinweise auf den Täter zu erstellen. Natürlich durfte dieser nicht vorab verraten werden.

Sehr kreativ, motiviert und konzentriert arbeiteten elf Schüler in Gruppen- oder Partnerarbeit an der Fertigstellung der Texte. Für die Vorbereitung des Krimi-Diners standen vier Tage mit jeweils 90 Minuten zur Verfügung. Die Schauspieler lernten für die Aufführung am Freitag ihre Texte sogar auswendig und kümmerten sich selbstständig um ein entsprechendes Outfit. Einladungen an die Ehrengäste wurden geschrieben und übergeben.

Am Aufführungstag musste zunächst das Dinner produziert werden. Gemeinsam mit Fachlehrerin Sandra Albrecht und Klassenlehrerin Antje Dürr gestalteten die restlichen Schüler der Klasse die Menüfolge: Gurkensalat mit Baguette, Sandwiches mit Gurken und als Nachspeise Brownies mit Vanilleeis.

Dann war alles bereit für das Krimidinner, das wie ein Theaterstück, kombiniert mit den Gängen des Menüs, vorgeführt wurde. Die Schauspieler gaben in ihren Dialogen immer neue versteckte Hinweise, die auf den Täter hindeuten oder neue Verdächtige schaffen sollten. Einige Beweise wurden von den Schauspielern präsentiert. Das waren zum Beispiel ein abgebrochener Fingernagel, ein großer Schuhabdruck oder Haare, die am Tatort gefunden worden waren. Die Gäste konnten immer wieder neue Verdächtigungen anstellen und Vermutungen äußern.

Wer der Täter war, wussten nur die beiden Ermittlerinnen, die das Rätsel am Schluss lösten. Sie fassten noch einmal alle wichtigen Aspekte zusammen, entlarvten die Täterin und nahmen sie fest. Es war die Haushälterin, die von den Gästen am wenigsten verdächtigt wurde. Am meisten stand – wie üblich – der Gärtner unter Verdacht.

Schulleiterin Karin Rausch war vom Krimi-Dinner so begeistert, dass sie sich vorstellen kann, eines als Projekt für Eltern und Sponsoren durchzuführen. Bauer und Dürr lobten Durchhaltevermögen, Kreativität und Gemeinschaftsgefühl ihrer Klasse und zeigten sich mit dem Ergebnis des Projekts sehr zufrieden.

Peter Libossek

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