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Engagierte Runde: Mitglieder, Kunden und Förderer feierten 25 Jahre Weltladen in Erding.

25 Jahre Weltladen 

Der Motor des fairen Handels

Altenerding – Volles Haus zum 25. Jubiläum des Weltladens Erding. Das feierten die Beteiligten groß beim Wintercafé in Altenerding.

Das traditionelle Wintercafé, geselliges Treffen aller Freunde des Weltladens Erding, konnte heuer das 25. Jubiläum und stetig wachsenden Erfolg feiern. „Wir haben einen guten Ruf“, erklärte Vorsitzender Dr. Jürgen Blickhardt, „da ist die Bude voll“.

Ehrengäste kamen aus der Kommunalpolitik, etwa Oberbürgermeister Max Gotz und Vize-Landrat Jakob Schwimmer, und der Kirche, allen voran Pfarrer Daniel Tenberg, über die evangelische Gemeinde seit langer Zeit dem Weltladen verbunden und Hausherr des Altenerdinger Gemeindezentrums.

Für das Wintercafé „hätte man keinen schöneren Raum finden können“, befand OB Gotz in seinem Grußwort. Er sei stolz auf „eine Bürgerschaft, die viele Ehrenamtliche und Helfer in den Stadtmauern birgt“. Zu den Erfolgen des Vereins zähle auch, dass Erding vor einem Jahr als „Fair-Handels-Stadt“ anerkannt worden sei. Der Gedanke, durch faire Preise und Hilfsprojekte die Eigenverantwortung überseeischer Partner zu stützen, sei wichtiger denn je. „Wir können hier vor Ort Bedingungen schaffen, dass es für Menschen nicht notwendig ist, ihre Heimat zu verlassen“, sagte Gotz. Er warb dafür, dass sich mehr Menschen durch ihren Einkauf dafür stark machen.

Dass dies im ständig wachsenden Maß der Fall ist, belegte Bickhardt mit einem kurzen Bericht. Der Verein informiert über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern, führt Projekte und Veranstaltungen durch und spendet die Erlöse und Mitgliedsbeiträge für gemeinnützige Projekte. Im vergangenen Jahr waren dies laut Bickhardt allein 9000 Euro für verschiedene Initiativen.

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hat dabei der Weltladen Erding an der Maurermeistergasse, der dort im Dezember 2012 eröffnet worden ist. Notwendig sei dafür ein zinsloses Darlehen der evangelischen Kirchengemeinde gewesen, welches inzwischen vollständig zurückgezahlt worden sei, so Bickhardt. In dem Laden konnte das Sortiment vergrößert werden, so dass man heute „fast eine Boutique“ mit Kunsthandwerk und Keramik, Spielsachen und Geschenkartikeln sei. Daneben gibt es auch die klassischen Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Trocken- und Hülsenfrüchte sowie Süßigkeiten.

Seine Ziele hatte der Verein zuletzt 2014 in einer Klausur festgesetzt. Es geht ihm um die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Projekten. Dafür müsse man die Idee des fairen Handels verbreiten, Kunden und Förderer gewinnen und vor allem beim eigenen Lebensstil beginnen, so Bickhardt.

Für den musikalischen Abschluss der Feier sorgte das Martina-Eisenreich-Quartett. Es war als Überraschungsgast ankündigt worden. Nicht wegen ihr, sondern zum Jubiläumsfest sollten die zahlreichen Gäste kommen. Da Eisenreichs Verbundenheit zum Verein kein Geheimnis ist – bereits zum 20-jährigen Bestehen trat sie auf – füllte sich der Saal bis zum letzten Stehplatz.

Gert Seidel

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