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Stimme der Älteren (v. l.): Horst Potempa, Inge Ließ, Horst Schmidt und Siegfried Draxler.

Tag der älteren Generationen

Ruf nach Seniorenbeirat wird wieder laut

Altenerding – Aus Anlass des heutigen „Tages der älteren Generationen“ hat die Arbeitsgemeinschaft SPD 60plus ihre Arbeit und Zukunftspläne vorgestellt. Unter anderem sind Bewegungsparcours vorgesehen. Es gibt aber auch Kritikpunkte.

Auf über „20 Jahre Seniorenpower“ blickt die SPD-Arbeitsgemeinschaft (AG) 60plus in Erding um ihren Vorsitzenden Siegfried Draxler zurück. Ein großes Projekt in der Vergangenheit sei die Schaffung von Wohnraum im „Betreuten Wohnen“ gewesen, das es in Erding 2007 noch nicht gegeben habe, so Draxler. Nach der Auswertung von hunderten Fragebögen Erdinger Senioren sei der Bedarf nachgewiesen worden. Mit Unterstützung der Stadt, dem Pflegedienst Christianum und dem Fischer’s Seniorenzentrum entstanden in den ersten beiden Häusern die Möglichkeit zum Betreuten Wohnen. „Hier hat der älter werdende Bürger die Freiheit auf Selbstbestimmung und kann sich trotzdem schon bei anstrengenden Tätigkeiten helfen lassen“, erklärt Horst Potempa.

Großes Augenmerk wird auch der Barrierefreiheit bei neuen Bauprojekten und Umgestaltungen in öffentlichen Bereichen gewidmet. „Da legen wir schon in der Planungsphase den Finger in die Wunde“, sagt Draxler. „Die Innenstadt ist wegen des Kopfsteinpflasters besonders für Rollstuhlfahrer, aber auch für Kinderwägen ungeeignet. Hier würde ein Streifen mit flachen Bereichen Abhilfe schaffen, wie es bereits in der Kirchgasse ist“, ergänzt er.

Lob finden bei der AG die bereits umgesetzten Projekte, wie das Rathaus sowie die behindertengerechten Toiletten im Stadtpark und Bauernmuseum. Erfolg hat laut Inge Ließ das Projekt „Senioren helfen Senioren“, bei dem kostenfrei bei Einkauf und Reparaturen geholfen werde.

An Ideen mangelt es 60plus nicht. „Die Aussicht auf Realisierung eines Bewegungsparcours im Stadtpark und am Kronthaler Weiher stehen nicht schlecht“, meint Horst Schmidt. Hier sollen eine Bewegungs- und Begegnungsstätte für alle Generationen entstehen.

Potempa erklärte, es gebe laufend etwas zu tun. Erfreulich sei aber, dass „ständiges Nachbohren auf Dauer zu Verbesserungen führt“. Im Mai unternimmt die AG deswegen einen neuen Anlauf – und wiederholt die Forderung nach einem Seniorenbeirat in der Großen Kreisstadt. Er soll aus 15 parteiunabhängen Mitgliedern bestehen und die Belange der Älteren in die Gesellschaft hineintragen. Der AG schwebt eine Wahl im Rahmen einer Bürgerversammlung vor. Das Gremium könne dann den Seniorenreferenten des Stadtrats und Experten aus Heimen und von Verbänden unterstützen. Zu den Aufgaben der Seniorenarbeit gehören laut Potempa „die Teilhabe am öffentlichen Leben und die Verbesserung von Mobilität, Nahversorgung, bürgerschaftlichen Engagements und generationsübergreifende Angebote“. Noch vor dem Sommer hoffe man auf eine positive Antwort.

Peter Jentscher

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