Immer ein Lächeln auf den Lippen: Martin Fruhstorfer.

Nachruf Martin Fruhstorfer 

Das Herz des BRK hat aufgehört zu schlagen

Altenerding – Seit frühester Jugend schlug das Herz von Martin Fruhstorfer für das Rote Kreuz.

40 Jahre lang war er hauptamtlich im Rettungsdienst und Krankentransport des BRK-Kreisverbandes Erding tätig. Ehrenamtlich engagierte er sich Jahrzehnte in der Sanitätsbereitschaft und Wasserwacht. Am Montag hat sein Herz aufgehört zu schlagen. Fruhstorfer wurde 85 Jahre alt.

Freundlich, lebenslustig, hilfsbereit: So wird Martin Fruhstorfer seinen Kameraden beim BRK in Erinnerung bleiben. Er war der gute Geist des Hauses, hatte sich in den letzten Jahren vor allem um den Glückshafen gekümmert. Sein großer Rückhalt in all den Jahren war seine Ehefrau Rosa, die sich ebenfalls Jahrzehnte ehrenamtlich im BRK einbrachte.

Wo immer Hilfe nötig war, Martin Fruhstorfer war zur Stelle. Er wies nachfolgende Generationen fachmännisch in die Aufgaben eines Sanitäters ein, packte bei Festen und Feiern mit an, engagierte sich im Sozialdienst des BRK. Viele erinnern sich an seine humorigen Geschichten, die er gerne zum Besten gab. Auch am Neubau des BRK-Heims an der Wilhelm-Bachmair-Straße wirkte Fruhstorfer tatkräftig mit. Viele Fotos zeugen von hemdsärmeligen, schweißtreibenden Einsatzstunden am Bau, der im Oktober 1982 eingeweiht werden konnte. Sein Gesicht kennen viele Erdinger auch von den Haussammlungen, als er von Tür zu Tür ging und um Spenden bat.

Mehr als drei Jahrzehnte lang sorgte Fruhstorfer für einen reibungslosen Ablauf des Glückshafens auf dem Erdinger Herbstfest. Dort tröstete und verarztete er Verletzte, die mit größeren oder kleinen Wehwehchen zu ihm kamen. Auch hausmeisterliche Fähigkeiten hatte er. Sie zeigte er gerne im BRK-Haus, wo er noch als Rentner Butterbrezen schmierte und Kaffee für die Teilnehmer von BRK-Kursen und -Fortbildungen kochte.

Für seine großen Verdienste erhielt Fruhstorfer zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Ehrenzeichen des Freistaats Bayern in Gold, die Ehrennadel in Silber für besondere Verdienste, die Wasserwachtsmedaille in Silber und die Ehrenzeichen der BRK-Bereitschaften in Silber und Gold. Sie sind äußere Zeichen seines unermüdlichen Wirkens. „Seine unbedingte kameradschaftliche Loyalität und Freundschaft, besonders auch zu den jungen Mitgliedern, und seine übergroße Hilfsbereitschaft waren schon fast sprichwörtlich im Erdinger Roten Kreuz“, würdigt ihn sein alter Weggefährte Burkhard Köppen.

In den letzten Jahren ließ es Martin Fruhstorfer etwas ruhiger angehen. Er war gerne im Kreis seiner Familie, zu der neben Ehefrau Rosa auch Tochter Monika mit Familie sowie Enkel und Urenkel gehören. Pflichttermine waren für ihn der Stammtisch der BRK-Senioren und der Rosenball.

Der BRK-Kreisverband trauert mit Fruhstorfers Familie. Der Trauergottesdienst findet am Donnerstag, 12. Januar, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Verkündigung in Altenerding statt. Anschließend wird Martin Fruhstorfer auf dem städtischen Friedhof an der Itzlinger Straße zu Grabe getragen.

zie

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