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In diesem Wäschekorb fand eine Hotelierin den kleinen Simon im Juni im Gewerbegebiet Altenerding.

Neugeborenes im Wäschekorb

Findelkind: Mutter bleibt verschwunden

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Altenerding - Wird der kleine Simon seine wahren Eltern nie kennenlernen? Das Altenerdinger Findelkind lebt inzwischen bei einer Pflegefamilie.

Es war am frühen Morgen des 7. Juni dieses Jahres: Die Betreiberin eines Hotels im Gewerbegebiet in Altenerding ging vor die Tür ihres Betriebs, um sich eine Zigarette zu genehmigen. Auf dem Hausbankerl entdeckte sie einen Wäschekorb. Erst auf den zweiten Blick stellte sie fest, dass sich, in Decken eingehüllt, ein Neugeborenes befand. Die 39-Jährige alarmierte Polizei und Rettungsdienst.

Die Kriminaler stellten einen Zettel mit der Aufschrift „Simon, 6.6.2016 München“ sicher. Der Bub war kerngesund und wurde nach Aufenthalten im Klinikum Erding und in der Kinderklinik Landshut in eine Pflegefamilie gegeben.

Derweil begab sich die Kripo auf die Suche nach den Eltern. Gefahndet wurde nicht nur in Erding, sondern auch in München.

Ein Vierteljahr später steht fest: Die Mutter des kleinen Simon ist nach wie vor nicht ermittelt. Anfangs konzentrierte sich die Suche auf eine Frau, die schwanger war, es nun nicht mehr ist, aber kein Baby vorzuweisen hat. Bei der Kripo in Erding gingen zwar vereinzelte Hinweise ein, eine heiße Spur war aber nicht darunter.

Jetzt steht fest: Auch über die DNA konnte die Mutter nichts ausfindig gemacht worden. Ein Fahndungserfolg über den genetischen Fingerabdruck wäre dann erfolgreich gewesen, wenn die Mutter schon einmal wegen des Verdachts einer Straftat etwa eine Speichelprobe abgegeben hat.

Mittlerweile bestehen kaum noch Chancen, die leiblichen Eltern ausfindig zu machen – es sei denn, sie melden sich doch noch. Im Raum steht sogar die Frage, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt. Ermittelt wird wegen des Straftatsbestands der Aussetzung. Der ist aber nur dann gegeben, wenn das Kind dadurch in (Lebens-)Gefahr gebracht wurde. Im Fall des kleinen Simon ist das strittig. Denn die Mutter hatte das Kind am frühen Morgen direkt vor dem Hotel ausgesetzt und konnte deswegen davon ausgehen, dass es rasch gefunden wird. Zudem war das Neugeborene gegen Kälte geschützt. Das ist die rein rechtliche Einschätzung. Moralisch mag man zu einer anderen Bewertung kommen.

Für Simon ist das Erdinger Jugendamt zuständig. Nach Angaben des Landratsamts lebt der Bub wohlbehütet in einer Pflegefamilie im Landkreis.

Hinweise auf die leiblichen Eltern des kleinen Simon nimmt die Kripo Erding weiter unter Tel. (0 81 22) 96 80 entgegen.

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