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Zupft den Bass und knüpft zusammen mit Bonifaz Prexl im Hintergrund die Fäden: Tom Mayr sorgte für einen vollen Saal in Altenerding .  

Voller Saal im Gasthaus Adlberger

Rocknacht: seit 16 Jahren erfolgreich

Altenerding – Um 19.30 Uhr schaute Tom Mayr auf die Uhr, die Anspannung wuchs. „Jetzt ist die Zeit, wo man sich über jeden freut, der rein kommt“, sagte der Erdinger Alt-Rocker. Eine ausverkaufte Veranstaltung in der Stadthalle machte ihm etwas Kopfzerbrechen. „Man kann nicht darauf setzen, ein freies Wochenende zu haben. In Erding ist immer was los.“

Eine halbe Stunde später waren alle Sorgen verflogen, der Saal in Altenerding im Gasthaus Adlberger war so voll, dass die Sitzplätze nicht ausreichten, Mayr ging ans Mikrofon: Pünktlich um 20 Uhr legte er am Bass mit seinem neuen Projekt „Boom Boom Bäng“ los, mit Sylvie Seizinger als Sängerin und ausschließlich selbst geschriebenem Material.

Bis spät in die Nacht gab es kräftig was auf die Ohren, etwa mit „Morphin“ aus Neuching, die seit fünf Jahren zusammenspielen, oder auch mit einem neuen Projekt von Jürgen Heymach, einem der ganz Rastlosen in der Szene. Zusammen mit der Künstlerin Sylvia Frey aus Erding, die sich erstmals als Song-Schreiberin vorstellte, überzeugte er. Auf die Frage, wie dieses Programm zustande komme, erzählte Mayr: „Wir beobachten die Szene. Wir sprechen die Bands an, bekommen aber auch Tipps von Kollegen.“ Es gehe darum, Alt und Jung zusammen zu bringen, so Mayr.

Das ist gelungen, auf der Bühne wie im Saal. Selten wohl hat man bei einer Rock-Musik-Veranstaltung eine derartige Altersmischung. „Wir“, das ist der zweite Mann im Team, Bonifaz Prexl, der jetzt schon zum 16. Mal mit Mayr diese Veranstaltung durchgezogen hat, die ein weiteres Ziel verfolgt: „Wir wollen auch jungen, kommenden Bands, die Möglichkeit geben, mal vor einem richtig vollen Saal zu spielen.“ Zu diesen zählte er „Lovewash“, für die das zum Teil zumindest ein Heimspiel war, kommen die Aktiven doch auch aus Altenerding.

Auch die „Bongbongs“ rechnete Mayr dazu. Tatsächlich spielt diese fröhliche Formation erst seit dem vergangenen Sommer in dieser Besetzung zusammen. Die Zusammenstellung aber zeigt auch einmal mehr, welch ungeheures Potenzial in der Region steckt. Die Mehrzahl der Songs, die hier auf die Bühne kamen, waren selbst komponiert und getextet. Das Konzept, das die beiden ehrenamtlichen Veranstalter entwickelt haben, zieht nach wie vor, und zwar so, dass es einmal sogar zu einem echten Heiterkeitserfolg kam: Die Aufforderung von Sängerin Sylvie Seizinger, das Tanzbein zu schwingen, verpuffte: Der Platz dafür war einfach nicht da, der Saal schlicht zu voll. Zwei, die es dennoch versuchten, gaben nach einem halben Lied auf.

Klaus Kuhn

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