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Überzeugten mit ihrem Theaterstück (stehend, v. l.): Chiara Christa, Sophie Kern, Hümeyra Hein, Klaus Schiermann, Stephan Tonvski, Laylat Stein, Christoph Pappert und Alina Kulik sowie (sitzend, v. l.): Jan Sigulla, Enise Uygun, Hana Kamal, Paul Nitsche, Ardijan Sokoli, Suana Islamovic, Simon Lenzer, Anna Lenzer, Regina Will und Atilla Sengüler. 

Theaterwerkstatt Mittelschule Altenerding

Spielerische Botschaft gegen Fremdenhass

Die Theaterwerkstatt der Mittelschule Altenerding hat das Stück „(M)ausland ist überall“ in der Schulaula präsentiert und sich damit gegen Ausländerfeindlichkeit ausgesprochen.

Altenerding – Die Theaterwerkstatt der Mittelschule Altenerding, die aus Schülern der Ganztagesklasse 6c besteht, wählte „(M)Ausland ist überall“ aus, ein Stück von Gabi Seba, das sich spielerisch gegen Ausländerfeindlichkeit richtet. Regisseur Klaus Schiermann bearbeitete das Thema für seine Theatergruppe und probte monatelang mit den Schülern.

Und dann war es endlich soweit: Die Schauspieler konnten Mitschülern und Eltern bei der Aufführung in der Schulaula zeigen, was sie mit Hilfe der Klassenlehrerinnen Sabine Riedl und Otti Freund einstudiert hatten. Schiermann hatte alle Requisiten vorbereitet. Schulleiterin Karin Rausch und Schiermann führten in das Theaterstück ein. Erzählerin Laylat Stein machte die Zuschauer mit der Ausgangssituation bekannt.

Der Inhalt des Stücks: Mausland, ein kleines Land an der Küste des Mausmeeres. Zwei Mäusefamilien wohnen in einem Neubaumietmäuseloch. Jede Familie in ihrem Loch. Familie Mausmüller lebt schon immer hier, Mausöztürks dagegen sind dazu gezogen, sie sind Flüchtlingsmäuse. Vater Mausmüller hat etwas gegen Flüchtlingsmäuse. „Knoblauchkäsefresser“ nennt er sie und sagt es auch oft genug zu Vater Mausöztürk. Der wird dann böse und so gibt es oft Streit. Die Kinder der beiden Familien verstehen sich jedoch sehr gut. Als die Väter das erfahren, verbieten sie ihren Kindern das gemeinsame Spiel. Schließlich wollen die Mütter das feindselige Verhalten ihrer Ehemänner nicht mehr hinnehmen und drohen, sie rauszuwerfen. Schließlich geben die Männer nach, und vor allem die Kinder sind glücklich über das gute Ende.

Lang anhaltender Beifall des Publikums und ein großes Lob von Regisseur Schiermann belohnten die Theatergruppe für ihre gelungene Aufführung. Man merkte den jungen Akteuren an, dass sie stolz auf ihre Leistung waren. Auch konnten sie die Botschaft des Stückes, sich nicht ausländerfeindlich zu verhalten, spielerisch sehr gut vermitteln. Denn folgende Aussage ist sehr bedenkenswert: „Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat.“ Unterstützt wurde das Projekt von der AWO Erding. (Peter Libossek)

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