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Ein massives Gerüst blockiert derzeit die Wendelsteinstraße in Altenerding-Süd. Hier wird ein Wohnblock über die Fahrbahn gebaut – aus Lärmschutzgründen und um Platz zu sparen. 

Ungewöhnliche Baustelle an der Herzogstandstraße

Straße führt mitten durch Wohnhaus

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Diese Architektur dürfte in Erding einmalig sein: An der Herzogstandstraße in Altenerding wird derzeit ein Mehrfamilienhaus gebaut, durch das eine Straße führt. Der Grund klingt kurios.

Altenerding – „Herzog 64“ heißt das Projekt, das von der Planungsgesellschaft PAG aus Weiden in Altenerding-Süd realisiert wird. Beratung und Verkauf übernimmt die Sparkasse.

Was es mit der ungewöhnlichen Architektur auf sich habe, wollte Hans Balbach (Erding Jetzt) im Planungs- und Bauausschuss des Stadtrats wissen. Stadtbaumeister Sebastian Henrich bestätigte, dass die Straße durch das Wohnhaus führe. „Der große Riegel zur Schlossallee dient, wie die Nachbarbebauung auch, als Lärmschutz für die dahinter liegende Siedlung.“ Deswegen müsse die Fassade möglichst geschlossen sein.

Im Bereich der Baustelle geht die Herzogstandstraße in die Justus-von-Liebig-Straße ins Gewerbegebiet Aufhausen über. Derzeit ist nur ein Engpass frei. Eine Ampel regelt den Verkehr, während die eigentliche Fahrbahn von einem massiven Gerüst blockiert wird, über dem das Mehrfamilienhaus gebaut wird. Im Endausbauzustand wird die Fahrbahn komplett überbaut sein – mit Betonstützen als Fahrbahnteiler.

Gebaut werden Ein- bis Drei-Zimmerwohnungen. Laut Bauträger bekommt jedes Appartement eine Terrasse oder einen Balkon. Der Komplex wird barrierefrei.

„Herzog 64“ markiert das Ende der Wohnbausiedlung Altenerding-Süd, mit dem Anfang der 90er Jahre begonnen wurde, und die bis an die Bundesstraße B 388 reicht. Für Aufsehen sorgte das Viertel, als sich im April der Stadtrat genötigt sah, den Bebauungsplan hinsichtlich Gartenzäunen, -mauern -und häuschen zu liberalisieren, weil sich kaum jemand daran gehalten hatte.

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