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Einer von 257 Einsätzen der Altenerdinger Feuerwehr: Ende Oktober war ein Lastwagen mit Gerüstbauteilen auf der B 388 von der Fahrbahn abgekommen und die Böschung hinuntergestürzt. Dabei gab es mehrere Verletzte. 

Feuerwehr Altenerding 

Über 13 500 Stunden im Ehrenamt

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Die Freiwillige Feuerwehr Altenerding ist im vergangenen Jahr zu 257 Einsätzen ausgerückt. Stadtbrandmeister und Kommandant Stephan Stanglmaier zieht zufrieden Bilanz: „Ich bin froh, dass wir weiterhin genügend Ehrenamtliche haben, die im Alarmfall ausrücken.“

Altenerding – Für die Feuerwehr Altenerding war 2016 ein ruhigeres Jahr, nachdem die Mannschaft in den Jahren zuvor mit Blaulicht und Martinshorn von einem Einsatzrekord zum nächsten geeilt war. Kommandant Stephan Stanglmaier berichtet von 257 Einsätzen. Im Vorjahr waren es 305 Alarmierungen gewesen.

Der Rückgang ist vor allem dem Bereich der Technischen Hilfeleistungen, in der Regel nach Verkehrsunfällen, geschuldet. Deren Zahl sank von 145 auf 87. Dafür waren mehr Brandeinsätze zu verzeichnen: 41 im Vergleich zu 36. Mit 67 konstant geblieben sind die Alarmierungen der First Responder zur zeitnahen Unterstützung des Rettungsdienstes. Für Stanglmaier sehr erfreulich ist der Rückgang bei den Fehlalarmen – von 39 auf 32.

Weniger Einsätze bedeutet aber nicht, dass die Retter weniger zu tun hatten: Die Zahl der Einsatzstunden ging nur unmerklich zurück – von 3836 auf 3802. 84 Prozent der Notrufe kamen aus dem Stadtgebiet, in 16 Prozent der Fälle rückte die Altenerdinger Wehr ins Umland aus. 62 Prozent der Alarmierungen erfolgten am Tag, 38 Prozent in der Nacht.

Auch die so genannte Tagesalarmsicherheit ist in Altenerding ein Thema. Immer mehr Feuerwehren haben Schwierigkeiten, während der Arbeitszeit ausreichend Einsatzkräfte zur Verfügung zu haben. „Unser Soll ist übererfüllt. In der Regel stehen uns mehr als doppelt so viele Aktive zur Verfügung wie wir mindestens bräuchten“, rechnet der Stadtbrandmeister vor. „Das heißt: Wir haben überhaupt keine Probleme, für die Einsätze ausreichend Ehrenamtliche zu rekrutieren.“ Aktuell seien es 122 aktive Mitglieder. „Die Bevölkerung kann sich Tag und Nacht auf die Feuerwehr verlassen. Hinzu kommt unsere moderne und gute technische Ausstattung.“

Zu den größten Einsätzen gehörten die Brände einer Lagerhalle in Straßham am 10. Februar, in der Wörther Kirche am 27. März und in einer Reihenhausanlage in der Parksiedlung am 20. April.

Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, wird nahezu wöchentlich geprobt. 93 eigene Übungen wurden abgehalten. 3472 Stunden kamen dabei zusammen. In der Summe haben die Retter 13 620 Stunden aufgewendet.

2017 wird für Florian Altenerding ein ereignisreiches Jahr. So stehen zwei neue Fahrzeuge an – ein geländegängiger Versorgungs-Lastwagen und ein Wechsellader mit einem Abrollbehälter Ölwehr. Aktuell umfasst der Fuhrpark elf Fahrzeuge und Anhänger. Auch das neue Bedarfskonzept für alle drei Erdinger Feuerwehren wird die Einsatzkräfte beschäftigen. Dabei stehen nicht zuletzt die beengten Verhältnisse im Gerätehaus im Fokus.

Gut aufgestellt ist auch die von Florian Mösl geleitete Jugendfeuerwehr mit 13 Mitgliedern zwischen 12 und 15 Jahren sowie 19 zwischen 16 und 18 Jahren.

Hauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung findet am Freitag, 17. März, um 19.30 Uhr im Lindenwirt in Bergham statt. Vorsitzender und Kommandant geben ihre Berichte ab. Zudem stehen Ehrungen und Ernennungen an.

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