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Froh über die finanzielle Unterstützung (v. l.): Sabrina Brandt, Günter Lassak, Dr. Annett Taubert und Dr. Ludwig Brunnlechner mit Schulkindern.

Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger 

Über die Sprachbarriere

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Altenerding - Auch wenn die Sprachbarriere nicht sichtbar ist, kann sie doch eine schier unüberwindbare Hürde sein. Damit an der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger kein Kind mit Migrationshintergrund über diese Schwelle stolpert, gibt es ein eigenes Förderprogramm.

An der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger gibt es zwar keine Kinder aus Flüchtlingsunterkünften, aber viele Mädchen und Buben mit Migrationshintergrund und oft entsprechenden Problemen mit der deutschen Sprache. Um die Schwierigkeiten für sie möglichst gering zu halten und ihnen den Weg an die weiterführenden Schulen zu ebnen, gibt es an der Grundschule in Altenerding ein Konzept zur Sprachförderung. Im laufenden Schuljahr wurden dafür zwei extra Unterichtsstunden pro Woche ermöglicht. Ein Ausbau ist denkbar. Pädagogisch begleitet werden die Schüler von Sabrina Brandt, eine mit Kindern erfahrene Betreuerin, die Unterricht in der Kleingruppe anbietet. Sie ist selbst Mutter zweier Kinder und hat Erfahrung in sozialen Berufen. Mit den Klassleitern am Simmet-Anger stimmt sie sich ab.

Dass dieses Angebot, das im Januar gestartet ist, zustande gekommen ist, ist dem Lions Club zu verdanken. Nun besuchten Dr. Ludwig Brunnlechner und Günter Lassak von den Erdinger Lions die Sprachförder-Klasse und übergaben Brandt sowie Rektorin Dr. Annett Taubert einen Scheck über 1000 Euro.

„Uns ist es ein Anliegen, Kindern mit Migrationshintergrund dabei zu helfen, den Bildungsrückstand aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse zu beheben. Denn nur so ist wirkliche Integration möglich“, sagte Taubert. Die Kenntnis der deutschen Sprache sei „Voraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn und später für Freude am Beruf.“ Taubert wies zudem darauf hin, dass Kinder mit guten Sprachkenntnissen in der Regel auch in den anderen Fächern besser seien. In der Kleingruppe würden nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch Alltagswissen vermittelt. „So finden sich die Kinder bei uns besser zurecht.“

Brunnlechner und Lassak betonten, es sei eine der Kernaufgaben des Lions Club, soziale Unterschiede auszugleichen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Die Spende stammt aus den diversen caritativen Aktionen des Vereins.

Hans Moritz

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