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Die Sternpolka der polnischen Jugendlichen vor der Mittelschule Altenerding war für die Zuschauer mitreißend.

Zehn Jahre Austausch an der Mittelschule Altenerding

Freundschaft zwischen Schülern, Frieden in Europa

Zum zehnten Mal fand diese Jahr der Schüleraustausch zwischen der Mittelschule Erding und Altenerding sowie Mszczonów und Osuchów. 

Altenerding Polnische Jugendliche haben vor der Mittelschule Altenerding die Sternpolka getanzt. Ihre deutschen Freunde und Oberbürgermeister Max Gotz klatschten begeistert mit. Der Anlass war ein ganz besonderer: Die Schülerbegegnung zwischen den Mittelschulen Erding und Altenerding sowie Mszczonów und Osuchów fand heuer zum zehnten Mal statt. Der runde Geburtstag wurde gebührend gefeiert.

Nach einem Abendessen, gemeinsam von polnischen und deutschen Schülern gekocht, bedankte sich Altenerdings Rektorin Karin Rausch bei allen Mitwirkenden. „Die Schüler haben viel Spaß miteinander und lernen sich und die andere Kultur kennen. Ihr friedliches Miteinander ist ein Zeichen gegen Nationalismus und Patriotismus“, sagte sie und äußerte den Wunsch, dass der Kontakt bestehen bleibe.

Auch die Schülersprecher Julia Schindlbeck und Erijon Rudi wünschten sich eine Begegnung mit tollen Ausflügen und, dass man sich gut versteht. Der Besuch des Aufstandsmuseums in Warschau im vergangenen Jahr habe sie sehr beeindruckt, sagte Schindlbeck. Sie sei bestürzt darüber, wie Deutsche während der Besatzung mit den Polen umgegangen seien.

Schüleraustausch gibt es an den Erdinger Gymnasien und Realschulen schon lange, allerdings nicht an den städtischen Mittelschulen. OB Gotz schilderte kurz, wie er die Idee entwickelte, dass es auch für Mittelschüler solche Begegnungen geben solle. Da über die Altenerdinger Volksspielgruppe bereits Kontakte zur polnischen Gemeinde Mszczonów in der Nähe von Warschau bestanden, konnte er den dortigen Bürgermeister Józef Kurek als Partner gewinnen, und so fuhr 2009 zum ersten Mal eine Gruppe der Mittelschule Erding nach Polen. Seit 2011 findet die Begegnung nur noch mit der Mittelschule Altenerding statt, da die polnischen Schulen eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit nur einer Partnerschule in Erding wollten. „Ich wünsche mir ein friedliches vereintes Europa und, dass die Schüler auch später noch an die gemeinsamen Wochen denken“, hob Gotz hervor.

Besonders würdigte er das Engagement von Eva Kolenda, die als damalige 3. Bürgermeisterin die Organisation übernommen hatte. Rausch dankte auch dem ehemaligen Rektor Peter Libossek, Konrektorin Renate Holzinger, Kollegium, den Eltern und Malgorzata Maidl mit ihrem Team vom christlich-polnischen Verein.

„Für solche Momente hat sich der weite Weg nach Erding schon gelohnt“, sagte die Schulleiterin von Osuchów, Urzula Gowin, begeistert und lud die Mittelschule Altenerding für 2019 nach Polen ein. Den Abschluss der beschwingten Feier bildeten zwei Chorstücke und ein Rap in beiden Sprachen zum Thema Freundschaft. Als eine polnisch-deutsche Musikgruppe rockte, hielt es Schüler und Lehrer nicht mehr auf ihren Plätzen und sie tanzten oder zogen im Gänsemarsch durch die Aula – der OB klatschte begeistert mit. red

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