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Mit der A 94 sieht Bürgermeister Heinz Grundner einen Verkehrskollaps auf die Kommunen im östlichen Landkreis entlang der B 15 zukommen.

B 15 neu

Angst vor dem Verkehrskollaps

Dorfen - Gemeinden im Bereich der B 15 im östlichen Landkreis Erding droht der Verkehrskollaps spätestens mit Fertigstellung der A 94. Das befürchtet das Ostbündnis und fordert dringend die B 15 neu zur Entlastung.

Die B 15 neu sei „ein Teil der Schnittmengen der Kommunen im Ostbündnis“, in den Landkreisen Erding und Mühldorf, erklärte der neu gewählte Ostbündnissprecher, Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner. Das weitere Vorgehen war zentrales Thema beim Ostbündnis-Treffen im Buchbacher Rathaus.

Einig waren sich die Beteiligten in der Bürgermeisterrunde, dass eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung mindestens zwischen Landshut und der künftigen A 94 dringend nötig sei, als Entlastung der B 15 alt. Viel Hoffnung, dass dieses Verkehrsprojekt in nächster Zukunft realisiert wird, war allerdings nicht zu spüren.

Im Raum Rosenheim sei die B15 neu „ganz gestorben“, da war sich Schwindeggs Bürgermeister Karl Dürner sicher. Beim Bau der B 15 neu „passiert in den nächsten 20 Jahren nix“, glaubt Dürner. Er plädierte aber: „Es kommt nur die raumgeordnete Trasse in Frage“. Das FFH-Gebiet (Thalhammer Moos bei Walkersaich) habe „nicht so eine Gewichtung, das man darauf nicht planen kann“.

„Keiner will eine Straße vor der Nase haben, aber wir brauchen eine leistungsfähige Straße zwischen Regensburg bis zur A 8 bei Rosenheim, wenn die A 94 zwischen Dorfen und Schwindegg 2019 fertig ist“, forderte auch Grundner. Den Gemeinden an der B 15, Taufkirchen, Dorfen und St. Wolfgang, sowie dem Raum Buchbach und Schwindegg drohe sonst der „Verkehrsinfarkt“. Dann werden auf der B 15 alleine durch Dorfen täglich bis zu 25 000 Fahrzeuge prognostiziert.

Eine Verschiebung der raumgeordneten B 15 neu noch weiter Richtung Osten sei dann zu weit weg und bringe nicht mehr die erforderliche Entlastung, befürchtete der Bündnissprecher. Gar nicht möglich sei ein Ausbau auf der B 15 alt, was auch die Bürgermeister Franz Hofstetter (Taufkirchen) und Ullrich Gaigl (St. Wolfgang) kategorisch ablehnten.

Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang, glaubt an einen Bau einer Nord-Süd-Verbindung frühestens in etwa 20 Jahren. Er könne sich eine Trasse der B 15 neu zwischen Buchbach und Dorfen recht gut vorstellen. Die würde besser vom Quell- und Zielverkehr angenommen und hätte auch eine gewisse Umleitungsfunktion für die B 15 alt.

Nach dem Widerstand gegen die B 15 neu hat sich jetzt die Autobahndirektion Süd offenbar auch noch mit der Planung eines vierspurigen Ausbaus auf der B 15 alt beschäftigt, habe er zufällig erfahren, berichtete Gaigl. Das soll demnächst mit Ostbündnis-Vertretern bei der Autobahndirektion geklärt werden.

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