Endlich eine Dreifachhalle: Neue sportliche Möglichkeiten soll es am Anne-Frank-Gymnasium geben. grafik: architekt falterer, ta

Anne-Frank-Gymnasium: Neubau mit Halle, Mensa und Schulräumen

Erding - Mit Kosten von 15,2 Millionen Euro rechnet der Landkreis für Umbau und Erweiterung des Anne-Frank-Gymnasiums. Das Konzept liegt nun vor.

Das Anne-Frank-Gymnasium hat drei einzelne Turnhallen. Die älteste ist rund 60 Jahre alt. Dächer der Gebäude sind undicht, in eine der Hallen ist durch den Boden schon Wasser eingedrungen. „Das ist kein guter Zustand“, sagt Direktorin Helma Wenzl nüchtern. Mit einer gestern vorgestellten Planung soll das anders werden. Das Gymnasium erhält eine Dreifachturnhalle, zusätzliche Unterrichtsräume und wird auch in anderen Bereichen modernisiert. Der Ausschuss für Bauen und Energie billigte das Konzept von Architekt Richard Falterer samt der Kostenschätzung von 15,2 Millionen Euro. Acht Millionen davon entfallen auf die Halle selbst.

Einen Zeitplan gebe es noch nicht, erklärte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU). „Haushaltsmäßig relevant wird das erst 2017“, sagte er. Das heißt, die Arbeiten beginnen frühestens im kommenden Jahr. Die vorgestellte Vorplanung werde nun der Regierung von Oberbayern zur Überprüfung der Förderfähigkeit vorgelegt, erklärte der Landrat. Außerdem erwarte er für die Halle eine „nennenswerte Kostenbeteiligung von der Stadt Erding“. „Es gibt eine Einigung mit der Stadt, die Halle so zu konzipieren, dass Vereine sie nutzen können“, erklärte Bayerstorfer. Genaue Vereinbarungen müssen aber noch getroffen werden.

Die Bauphase werde mit Sicherheit eine „Durststrecke“, prophezeit die Direktorin. Schließlich entsteht die neue genau an der Stelle der alten Hallen im Süden des Schulgeländes. Sie hoffe für den Sportunterricht auf die Kooperation mit den umliegenden Schulen, erklärte Wenzl. Ein weiteres Problem deutete sie an: „Wir haben bisher auch immer das Abi in der Turnhalle geschrieben.“

Am Ende bekommt die Schule aber eine 1248 Quadratmeter große Dreifachhalle, die modernen Sicherheitsvorschriften entspricht und je nach Anforderung durch Vorhänge unterteilt werden kann. So sind dann auch Wettbewerbe in Hand-, Volley- und Fußball möglich.

Eine Tribüne ist nicht vorgesehen. Die Schule und auch die Stadt sehen laut der Beschlussvorlage keinen Bedarf. Geplant ist lediglich ein zwei Meter breiter Gang, von dem aus man auf das Spielfeld blicken kann.

Fundament für Ganztagesschule

Der Ausgangspunkt der Planung sei der Raumbedarf für die offene und gebundene Ganztagesschule gewesen, erläuterte Falterer auf Nachfrage. „Der Funktionsanbau der Turnhalle dient als Fundament für die neue Unterrichtsräume“, sagte der Erdinger Architekt nach der Sitzung. An die neue Halle angebaut ist ein Trakt unter anderem mit Umkleiden, Funktions- und Fitnessräumen. Das Obergeschoss bietet die nötigen 300 Quadratmeter Platz für die neuen Klassenzimmer der Ganztagesschule.

Im Erweiterungsbau wird zudem eine Mensa untergebracht. Sie ist so nah an der Küche, dass diese am bisherigen Standort belassen werden kann. Der Mensa ist im Schulbetrieb von der Turnhalle abgetrennt. Bei Bedarf kann jedoch geöffnet werden.

„Wir haben den Vorteil, dass wir mit dem neuen Aufzug einen ganz großen Teil des Gebäudes barrierefrei machen können“, erläuterte Falterer den Kreisräten. Damit sei eines der Hauptziele der Modernisierung erreicht.

Die Kunsträume sind bisher im Schulgebäude verteilt. Dann werden sie in einem Kunst- und Werkbereich im Untergeschoss des Altbaus zusammengefasst. Zudem steigt die Gesamtzahl der Klassenzimmer von 37 auf 38, dazu kommen die sechs neuen Räume für die Ganztagesschule im Obergeschoss des Erweiterungsbaus. Sein Erscheinungsbild wird auch von schräg aufgeständerten Photovoltaik-Modulen auf dem Flachdach geprägt sein.

Tmo Aichele

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