1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding

Flughafen München: Anzahl der Starts und Landungen weiter gesunken

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Dirk Walter

Kommentare

null
„Zwei Bahnen reichen“ – wiederholt demonstrierten Startbahn-Gegner in München, zuletzt im Juni 2014. © Schlaf

München – Trotz einer gegenteiligen Vorhersage des Flughafen-Chefs ist die Zahl der Starts und Landungen am Flughafen München in den ersten acht Wochen dieses Jahres überraschend weiter gesunken. Wie groß ist also der Bedarf nach einer dritten Startbahn?

Die Statistik der Deutschen Flugsicherung verzeichnete einen Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2014. Die Flugverkehr am Flughafen München war dabei speziell im Februar rückläufig – im Januar hatte es noch ein leichtes Plus von 0,3 Prozent gegeben. Flughafen-Manager Michael Kerkloh hatte vor Jahresfrist erklärt, er rechne mit einer „Trendwende“ und einem Anstieg der Flugzahlen in diesem Jahr um 1,5 bis zwei Prozent.

„Es zeigt sich wieder einmal: Es gibt keinen Bedarf für eine dritte Bahn“, kommentierte der ehemalige Freisinger Landrat Manfred Pointner (Freie Wähler). Er ist seit Dezember Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung, der 44 Gemeinden und drei Landkreise angehören. Die Vereinigung finanziert die Klagen am Bundesverwaltungsgericht Leipzig, mit denen eine Rücknahme der Baugenehmigung für die Flugpiste erreicht werden soll. 2008 seien 430 000 Starts und Landungen gezählt worden, sagte Pointner, 2014 nur 374 000. Grund für diese oft beschriebene Entwicklung: Flugzeuge würden immer größer, die Fluggesellschaften bemühten sich um eine bessere Auslastung. Der Trend zu diesem höhere Ladefaktor sei „noch lange nicht beendet“. Im Schnitt transportiere eine Maschine am Flughafen München 111 Passagiere; in Frankfurt seien es 124. Selbst wenn die Zahl der Flugbewegungen steige, werde das so langsam geschehen, dass die Kapazitäten für die nächsten 20 Jahre nicht erschöpft seien.

Die jüngsten Äußerungen Kerklohs gegenüber dem Münchner Merkur, die Startbahn in den nächsten zwei Jahren durchzusetzen, kommentierte Pointner mit den Worten: „Kerkloh wird nervös.“ Solange die Stadt München dem Bau nicht zustimme, habe der Flughafen-Chef keine Handhabe.

Ausbau am Münchner Flughafen: Lesen Sie hier ein Pro & Contra.

dw

Auch interessant

Kommentare