Flächennutzungsplan

Auch in Dörfern soll Bauen möglich sein

Dorfen - Nicht nur im Stadtbereich Dorfen, auch in den Außenorten soll Wohnraumentwicklung möglich sein. Der Stadtrat hat dazu eine nicht unumstrittene Fläche in den Flächennutzungsplan aufgenommen.

Derzeit läuft das bereits im Stadtrat diskutierte Verfahren für die umfassende 14. Änderung des Dorfener Flächennutzunngsplanes (FNP). Dazu soll jetzt noch eine FNP-Änderung im Bereich Eibach aufgenommen werden. Hintergrund ist der Bauwunsch eines Ortsansässigen. Diskutiert wurde im Stadtrat eine Einzellösung oder, ob gleich Wohnraum für mehrere Parzellen dargestellt werden sollen. In Eibach sei der Wohnraumbedarf für Einheimische da, sagte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Laut Stadtchef liegt das Bauvorhaben am nördlichen Ortsrand im Bereich des Korbinian Aigner-Wegs östlich der Gemeindeverbindungsstraße nach Taggrub/Jakobrettenbach. Das Areal sei derzeit noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen.

Drei mögliche Varianten hatte die Bauverwaltung vorgeschlagen. Der Bauwerber selbst wolle nur eine rund 1500 Quadratmeter große Baufläche (Variante 1). Das reiche ihm für sein Bauvorhaben samt Erschließung und Ausgleichsfläche aus. Alternativen seien eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche (Variante 2) oder gleich eine größere Lösung mit rund 1300 Quadratmetern (Variante 3). Mit den größeren Arealen wäre es möglich, weiteren Bauraum im Einheimischenmodell für künftige Entwicklung zu schaffen. Dafür müsste aber der Grundeigentümer Fläche an die Stadt abtreten.

Dorette Sprengel (GAL) kritisierte die neuerliche Aufnahme einer Fläche. Der Stadtrat habe sich erst auf ein Gesamtkonzept zur 14. FNP-Änderung verständigt. Eigentlich sollte jetzt „nichts mehr ausgewiesen“ werden. Mit dieser „freihändige nneue Fläche“ sei die Stadtratsarbeit für das Gesamtkonzept „obsolet“.

Bürgermeister Grundner sagte dazu, die 14. Änderung des FNP sei ja „noch nicht durch“. Und auch nachher müsse der Stadtrat „weiter den Anliegen der Bürger nachkommen“. Landlisten-Fraktionssprecher Martin Heilmeier sprach sich für Variante 1 aus, „weil das beantragt wurde“. Es nütze nichts, wenn man eine Wohnbaufläche ausweise, bauen wegen nicht verfügbarer Grundstücke dann aber nicht realisiert werden könne. Der Eibacher Stadtrat Rudolf Angermeier (EWG) klärte auf, der Antragsteller würde „Variante 1 bevorzugen“. Er würde aber auch „Variante 2“ mittragen.

Eine große Lösung für Eibach mit 13,2 Hektar war am Ende allen zu groß. CSU-Fraktionschef Michael Oberhofer sagte, mit Variante 2 sei eine „maßvolle Entwicklung“ möglich, die Wohnraum nicht nur für einen Einzelnen, sondern für mehrere Einheimische schaffe. Grundner erinnerte, der Stadtrat sei sich einig, dass eine vernünftige bauliche Entwicklung möglich sein solle. Das wäre mit Variante 2 in Eibach der Fall. Beschlossen wurde die Fläche mit rund 5000 Quadratmetern in das FNP-Änderungsverfahren aufzunehmen. Dagegen stimmten Heilmeier, Sprengel und Angermeier.

Mit der Fläche entstehen drei Bauparzellen, wovon die Stadt eine im Einheimischenmodell vergeben kann.

Hermann Weingartner

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