Josef Mittermaier †

NACHRUF

Aufrichtig, ehrlich, redlich und hilfsbereit

Josef Mittermaier war ein angenehmer wie vorbildlicher Mensch. Jetzt ist der beliebte Mitbürger wenige Wochen nach einem zweiten Schlaganfall verstorben. Am Samstag wurde er zur letzten Ruhe gebettet.

Von Georg Brennauer

Dorfen – Der Tot von Josef Mittermaier hat viele in Trauer versetzt. Er war ein gewissenhafter Bauunternehmer mit Format und hoher Fachkompetenz. Er war aber auch ein geradliniger Partner, der sich in seiner ruhigen wie verbindlichen Art mit hoher sozialer Verantwortung hoher Wertschätzung erfreute. 

Geboren wurde Mittermaier im November 1941 in Anning bei Oberdorfen als Sohn von Josef und Ursula Mittermaier. Nach der Volksschule absolvierte der Verstorbene eine Lehre im elterlichen Betrieb. Nach der Gesellenprüfung folgte ein Studium für Hochbau an der Staatsbauschule, das er mit erfolgreicher Ingenieurprüfung abschloss. Nach dem frühen Tod seiner Mutter 1965 galt es für ihn Verantwortung im elterlichen Betrieb zu übernehmen. Er machte den Oberdorfener Betrieb in den folgenden Jahrzehnten zum größten Bauunternehmen im Landkreis mit über 100 Mitarbeitern.

1952 heiratete Josef Mittermaier seine Frau Gertraud die ihm 1976 Tochter Ursula gebar. 1978 wurde der erfolgreiche Unternehmer und Architekt, der vorher schon engagiert im Gemeinderat Zeilhofen wirkte, in den Dorfener Stadtrat gewählt. Bis 2000 brachte er sich mit seinen vielseitigen Erfahrungen und Kenntnissen in die Kommunalpolitik ein. Seine Mitarbeit und Ratschläge schätzte man auch im Vorstand der Bauinnung Erding/Freising bei der sich Mittermaier besonders für die Förderung des beruflichen Nachwuchses engagierte.

Sehr viel verdankt ihm die Pfarrgemeinde Oberdorfen, bei der Mittermaier 34 Jahre als Kirchenpfleger enorm viel bewegte. So wurden mit großen persönlichem Engagement und mit ehrenamtlichen Leistungen und Spenden seiner Firma die Kirchen in Oberdorfen, Zeilhofen, Esterndorf und Landersdorf renoviert. Ein besonderes Anliegen war dem Verstorbenen, wie Rudi Nagl im Auftrag des Pfarrgemeinderates den Verstorbenen würdigte, die Renovierung des Pfarrhofes gewesen, der heute als Kulturtreff der Oberdorfener dient.

Jahrzehntelang galt Mittermaiers Unterstützung im sozialen Bereich auch der Rotary-Bewegung und Vereinen. Für den ESC Dorfen engagierte er sich von Anbeginn als Baufachmann, planender Architekt und Sponsor.

Mittermaier war stets ein Kämpfer und wurde nie mutlos, selbst als er mit 58 Jahren den Kampf um seine Firma verlor und ihn schließlich auch noch 2007 ein Schlaganfall ereilte. Er kämpfte sich in das Leben zurück. Pastoralreferent Christian Pastötter nannten den Verstorbenen beim Seelengottesdienst „aufrichtig, ehrlich, redlich und hilfsbereit“. Mittermaier war vielleicht sogar „zu gut für diese Zeit“, wie er schon 1999 von dieser Zeitung gewürdigt wurde.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dobrindt: Es gibt keine Kostenexplosion
Die Nachricht aus dem Norden hallte bis nach Erding: Der private Autobahnbetreiber A 1 Mobil ist so gut wie pleite. Auch die A 94 wird als ÖPP-Modell gebaut. Muss am …
Dobrindt: Es gibt keine Kostenexplosion
Asyl: Arbeitgeber klagen über „Amtswillkür“
Einige Firmen würden gerne Asylbewerber einstellen. Doch diesen fehlt häufig die Arbeitserlaubnis. Sogar mitten in der Ausbildung wird die Erlaubnis entzogen.
Asyl: Arbeitgeber klagen über „Amtswillkür“
Falsche Polizisten betrügen Seniorin und erbeuten Bargeld
In Erding sind falsche Polizisten unterwegs. Es gibt ein erstes Opfer. Die „echte“ Polizei rät zu größter Vorsicht.
Falsche Polizisten betrügen Seniorin und erbeuten Bargeld
Streit in Asylunterkunft
Drei Polizeiautos sind am Montagmittag zur Flüchtlingsunterkunft nach Schwindkirchen gerast. Ursächlich war ein mysteriöser Notruf. Darum ging es: 
Streit in Asylunterkunft

Kommentare