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Urkunden und Blumen zum Dank: Elisabeth Mayr (4. v. r.) wurde zur Ehrenkreisbäuerin, Hans Schwimmer (M.) zum Ehrenkreisobmann ernannt. Dazu gratulierten (v. l.) BBV-Geschäftsführer Gerhard Stock, Bürgermeister Hans Wiesmaier, Bezirkspräsident Anton Kreitmair, Kreisobmann Jakob Maier, Kreisbäuerin Irmgard Posch, Landrat Martin Bayerstorfer und Bezirksbäuerin Christine Singer.

BayerischeR BAUERNVERBAND

Aushängeschilder der Landwirtschaft

Bei einem Festabend in Lengdorf sind zahlreiche Landwirte ausgezeichnet worden. Sie haben sich im Kreisverband des Bayerischen Bauernverbands über Jahre hinweg für den bäuerlichen Berufsstand eingesetzt.

Von Anne Huber

Lengdorf – Über 50 ehemalige und amtierende Kreisbäuerinnen und Ortsobmänner erhielten von Bezirksbäuerin Christine Singer sowie Bezirkspräsident Anton Kreitmair Ehrenurkunden und Präsente überreicht. Eine besondere Würdigung erfuhren Elisabeth Mayr und Hans Schwimmer, die bis Anfang dieses Jahres als Kreisbäuerin und Kreisobmann das Gesicht des Bayerischen Bauernverbands (BBV) in der Öffentlichkeit waren: Sie wurden zu Ehrenkreisbäuerin und Ehrenkreisobmann ernannt.

In seiner Festansprache machte Hans Wiesmaier, Bürgermeister in Fraunberg, den Landwirten Mut, die aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen anzunehmen. Um Bewusstsein dafür zu schaffen, „dass es ohne Landwirtschaft nicht geht“, sei es nötig, sich für den eigenen Berufsstand einzusetzen und in Gesellschaft, Kirche und Politik zu positionieren. „Es langt nicht, nur zu Hause im Hof zu arbeiten und dann zu jammern, dass zu wenig für die Landwirte getan wird“, sagte er.

Gesellschaftliche Bedeutung, so Wiesmaier, komme nicht von außen, sondern hänge damit zusammen, welche Bedeutung man sich selbst zumesse. Die Landwirtschaft als drittgrößte Wirtschaftsbranche in Bayern besäße einen hohen gesellschaftlichen Rang. Diesen Rang gelte es immer wieder darzustellen. Dabei wüssten Landwirte selbst am besten um die aktuellen Problemlagen. Sie müssten sich nicht sagen lassen, wie Landwirtschaft funktioniert. „Bleibt auf dieser Schiene, die Landwirtschaft in dieser Wichtigkeit zu vertreten“, appellierte Wiesmaier an die Ehrenamtlichen im Bauernverband. In deren berufsständischem Ehrenamt sah er Wurzeln und christliche Tradition mit Weltoffenheit und Austausch vereint. „Seid stolz, seid Leuchttürme unserer Gesellschaft“, schloss er.

Auch Kreisobmann Jakob Maier betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung der Agrarwirtschaft. Die Kreisbäuerinnen und Ortsobmänner zeichne aus, dass sie sich für „unsere Familienbetriebe“ einsetzten. Sie hätten bewiesen, dass sie in der Lage seien, „miteinander statt gegeneinander“ zu agieren und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Wie Kreisobmann Maier und Kreisbäuerin Irmgard Posch dankten auch Bezirksbäuerin und Bezirkschef den Ehrenamtlichen. Humorvoll porträtierten sie die beiden ehemaligen Kreisvorsitzenden. „Der Herrgott woas ois, aber die Mayr Lis woas mehra“ und der „der Herrgott woas ois, aber der Schwimmer Hans woas bessa“, charkterisierten sie zur Belustigung der Gäste die beiden ehemaligen Kreisvorsitzenden.

Die offizielle Laudatio auf die neue Ehrenkreisbäuerin und den Ehrenkreisobmann hielt Landrat Martin Bayerstorfer. In einer Zeit, „in der immer weniger Menschen für eine Leistung bezahlen wollen, die mehr ist als reine Nahrungsproduktion“, hätten es Mayr und Schwimmer verstanden, den Bauernstand in Politik und Gesellschaft angemessen zu vertreten. Wie Wiesmaier betonte auch Bayerstorfer die Bedeutung der Landwirtschaft für den Landkreis. „Wir sind kein typischer Umland-Landkreis, wir sind ein landwirtschaftlich geprägter Landkreis mit einer starken Landwirtschaft, sagte er.

Für festliche Stimmung sorgte die herbstliche Dekoration im Menzinger-Saal. Mehr als nur Beiwerk war einmal mehr der Landfrauenchor Erding unter der Leitung von Karoline Holzner.

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