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Sind sich einig: Heinz Grundner, Heribert Niedermaier, Andreas Lenz, Martin Bayerstorfer, Franz Hofstetter und Ullrich Gaigl.

Bürgermeistertreffen

B 15 neu darf nicht durch den Landkreis

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Dorfen - Die von der B 15 betroffenen Kommunen im Landkreis-Osten sehnen einen Neubau der Bundesstraße zur Entlastung vom Durchgangsverkehr herbei. Doch ein Trassenverlauf im Landkreis Erding wird abgelehnt.

130 Kilometer lang ist die geplante, autobahnähnliche B 15 neu. Sie soll einmal von Rosenheim bis Regensburg führen. Bis jetzt ist nur ein Teil gebaut. Zwischen Regensburg und Landshut ist die Trasse fertig. Über die Weiterführung wird gestritten.

Für die Gemeinden Dorfen, Taufkirchen und St. Wolfgang ist eine Neutrassierung auch für die Entlastung vom Durchgangsverkehr von hoher Relevanz. Im Frühjahr hat die Staatsregierung eine mögliche Trasse vorgestellt, die in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden soll. Diese sieht auch aus Naturschutzgründen eine Verschiebung der ursprünglichen Trasse in Richtung Osten vor. Nach den Planungen aus den 1970er-Jahren sollte die B 15 neu bei Schwindegg auf die A 94 treffen. Jetzt soll sie aber südwestlich von Vilsbiburg verlaufen und westlich von Heldenstein in die A 94 münden.

Doch gegen diese vom Freistaat angemeldete Trasse gibt es insbesondere im Raum Mühldorf Proteste. Die Oberste Baubehörde erwägt daher offenbar, die Trasse nochmals zu verschieben und stärker am Verlauf der bestehenden B 15-Trasse zu orientieren.

Die im Landkreis betroffenen Bürgermeister der Kommunen entlang der bestehenden B 15 haben nur bei einem treffen mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz und Landrat Martin Bayerstorfer in Erding die neue Situation erörtert und eine gemeinsame Position bezogen. Wie es dazu in einer Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Lenz heißt, hätten der Landrat sowie die Bürgermeister Heinz Grundner (Dorfen), Franz Hofstetter (Taufkirchen), Ullrich Gaigl (St. Wolfgang) und Heribert Niedermaier (Hohenpolding) übereinstimmend betont, dass sie einer Verschiebung der aktuellen Trasse nur bis maximal der ursprünglich vorgesehenen Trasse aus den 1970er-Jahren zustimmen. „Eine weitere Verschiebung nach Westen kommt für den Landkreis Erding, der schon durch die A 94 und die A 92 sowie den Flughafenbau einen erheblichen Flächenverbrauch zu verkraften hat und so viele Lasten trägt, nicht in Frage“, betont der Wahlkreisabgeordnete Lenz. Einigkeit bestehe auch bei der Forderung, dass der nächste Bauabschnitt der B 15 neu bis zur B 12 und nicht bis zur A 94 erweitert werden müsse: „Auf diese Weise könnte auch die Gemeinde St. Wolfgang durch die B 15 neu entlastet werden“, so Lenz, der sich für die Belange der B 15-Anliegerkommunen im Landkreis in Berlin einsetzen wird.

Diese gemeinsame Haltung haben Bürgermeister, Landrat und Lenz nach dem Treffen auch bei einem Gespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), betont. „Die Runde pochte auf eine starke Einbeziehung der örtlichen Entscheidungsträger bei den Planungen der Obersten Baubehörde“, schreibt Lenz. Als nächstes will man bei der Staatsregierung vorstellig werden.

Anton Renner

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