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Die Gegner der B15 neu im Kreis Erding fühlen sich bestätigt. Der Verkehrsausschuss liegt ganz auf der Linie der Trassengegner, hier bei einer Kunsgebung vor der Staatskanzlei.

B15 neu

Kreisräte beharren auf neuer Bundesstraße

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Erdng - Die Debatte um die B 15 neu kommt nicht zur Ruhe. Am Montag hat sich der Verkehrsausschuss des Kreistags deutlich für eine neue, leistungsfähige Fahrbahn ausgesprochen – außerhalb des Landkreises Erding.

Am Ende der Sitzung brandete von der Zuschautribüne im Sitzungssaal des Landratsamtes Applaus auf. Denn die Kreisräte aus dem Verkehrsausschuss legten sich bei Gegenstimmen von Florian Geiger (Grüne) und Rainer Forster (ÖDP) auf die Linie der Bürgerinitiative (BI) „Keine B 15 neu im Landkreis Erding“ fest.

Das Gremium teilt der Staatsregierung mit, dass „der Landkreis Erding eine leistungsfähige Verkehrserschließung nur durch den Neubau der Bundesstraße B 15 auf der seit Jahren raumgeordneten Trasse als gegeben ansieht“. Das heißt im Umkehrschluss: Die zweite Kompromiss-Option von Innenminister Joachim Herrmann (CSU), auch eine Bestandstrasse B 15 alt mit (neuen) Ortsumfahrungen für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden, scheidet für den Kreistag definitiv aus.

Genau wegen dieses Zugehens der Staatsregierung auf die B 15-Gegner sowohl im Erdinger Land als auch im Kreis Mühldorf nach einem Gipfeltreffen am 25. Februar hatte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) den nahezu gleichlautenden Beschluss vom 15. Dezember 2014 noch einmal neu fassen lassen. Dabei deutete er an, „das alle von der bestehenden B 15 betroffenen Gemeinden auf ihre Forderungen nach Ortsumgehungen verzichten werden, wenn die B 15 neu auf der raumgeordneten Trasse gebaut wird“.

Jakob Schwimmer (CSU) erklärte, dieser Weg sei der einzig logische, „denn wenn die Ortsumgehung von Rosenheim fertig ist, wird eine neue Verkehrslawine auf uns zurollen“. Horst Schmidt (SPD) sekundierte: „Erst wenn die B 15 neu gebaut ist, darf die Umfahrung von Landshut fertiggestellt werden, sonst droht das gleiche Problem von Norden aus.“

Die Debatte entzündete sich an der Äußerung Geigers, die Grünen seien gegen eine neue Trasse. Die Verkehrsprognose sei auch hier übertrieben. Er plädierte für ein Umlenken des Schwerverkehrs auf die Schiene. Damit löste er mehrfachen Protest aus. Der Dorfener Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sagte: „Wenn die A 94 fertig ist, kommt auf Dorfen ein Drittel mehr Verkehr zu.“ Bayerstorfer fügte an, eine neue Schienentrasse für den Güterverkehr sei der Region genauso wenig vermittelbar.

Petra Bauernfeind (FW) vertrat die Auffassung, dass am Neubau kein Weg vorbeiführe. „Es geht um den überörtlichen Verkehr. Der darf nicht durch die Gemeinden gelenkt werden.“ Gertrud Eichinger (SPD) erklärte, „dass wir es nie allen recht machen können, aber der Verkehr ist da, und viel spricht dafür, dass er zunehmen wird“.

Vor der Sitzung hatte sich die BI noch einmal festgelegt. Sprecherin Sabine Berger, die der Sitzung beiwohnte, forderte „ein klares Signal“. Nur ein Neubau könne den Südosten Bayerns sinnvoll für den Verkehr erschließen. Hinzu komme, dass die Ertüchtigung der B 15 zahlreiche nicht akzeptable Eingriffe in die Natur sowie Belastungen für die Landwirtschaft mit sich brächte.

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